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Machtkampf
CSU-Frauen verteidigen Stoiber
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Nachdem die Stoiber-Kritikerin Gabriele Pauli (CSU) ihrem Parteivorsitzenden vorgeworfen hat, ein Problem mit kompetenten Frauen zu haben, bekommt Stoiber nun Rückendeckung. Die Europaministerin und Frauenunion-Vorsitzende Emilia Müller sagte: "Es ist Edmund Stoiber ein permanentes Anliegen, dass die CSU weiblicher wird."
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| Europaministerin Müller hat kein Problem mit Stoiber. |
Auch Bayerns Frauenministerin Christa Stewens (CSU) widersprach Pauli scharf: "Die Vorwürfe der Frauenfeindlichkeit gegenüber Edmund Stoiber sind an den Haaren herbeigezogen." Als Ministerpräsident sei es Stoiber "ein Herzensanliegen", bei der Besetzung von Gremien und Ausschüssen immer Frauen zu berücksichtigen. Auch setze er sich als CSU-Chef "ununterbrochen für Frauen auf aussichtsreichen Listenplätzen ein". Die Landtagsfraktionschefin der Grünen, Margarete Bause, hingegen scherzte, Stoiber erhalte Unterstützung von der "Liebfrauenunion". Bislang habe sich Stoiber "kaum als Frauenversteher" geoutet. "Jetzt warten wir nur noch auf eine wegweisende Rede Stoibers zum Thema Problem-Frauen, Schad-Frauen und Risiko-Frauen."
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Problem mit klassischem Rollenbild
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| Die Kontrahenten: Edmund Stoiber und Gabriele Pauli |
Gabriele Pauli hatte Stoiber in einem Zeitungsinterview vorgeworfen, ein Defizit im Umgang mit Frauen in der Politik zu haben. Dies werde auch an seinem Verhältnis zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU) deutlich. "Männer, die noch ein klassisches Rollenbild haben, können oft nicht verstehen, dass Frauen auf gleicher Ebene mit gleicher Kompetenz mitreden", sagte Gabriele Pauli. "Ich denke, ich wäre eher zu einem Gesprächstermin mit Stoiber gekommen, wenn er nicht manchmal ein Problem hätte, mit Frauen in der Politik umzugehen." Dem Bayerischen Rundfunk sagte Pauli, "da ist noch das alte Rollenklischee in den Köpfen und das muss sich demnächst auch ändern." Die Kommunalpolitikerin hatte nach eigener Auskunft mehrfach um einen Termin bei Stoiber gebeten, um Nachforschungen seiner Mitarbeiter über ihr Privatleben zu besprechen. Bislang sei ein solches Gespräch jedoch nicht zu Stande gekommen.Pauli: "Andere haben es ähnlich erlebt"
| "Stoiber verunsichert die CSU" |
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Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter im Interview mit
tagesschau.de
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Im ZDF wiederholte Pauli zudem ihre Vorwürfe, sie sei nicht die einzige gewesen, die durch Erkundigungen über ihr Privatleben eingeschüchtert worden sei. "Es sind auf mich Personen zugekommen, die sagen, sie haben es ähnlich erlebt." Diese äußerten sich jedoch nicht, weil sie Angst hätten, ebenfalls unter Druck gesetzt zu werden. Stoibers Büroleiter Michael Höhenberger hatte vor Weihnachten sein Amt abgegeben, nachdem er sich bei einem Parteifreund über das Privatleben Paulis erkundigt hatte.
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Pauli will Urwahl-Antrag nicht zurückziehenZudem hält Pauli an ihrem Vorhaben, die Parteibasis über den künftigen Spitzenkandidaten entscheiden zu lassen, fest. "Ich werde auf dem nächsten Kleinen Parteitag einen Antrag auf Mitgliederbefragung einbringen. Auch wenn sich die Fraktion dann schon geäußert hat, die Partei hat das letzte Wort." Eine Entscheidung der Landtagsfraktion beziehe die Partei nicht ein. "Das werden viele in der CSU so nicht hinnehmen wollen", sagte Pauli. Das zeige auch die jüngste Umfrage, nach der knapp die Hälfte der CSU-Anhänger nicht mehr hinter Stoiber steht. Ramsauer: Nur die Fraktion kann Spitzenkandidaten nominierenBeim Treffen aller CSU-Abgeordneten des Landtags vom 15. bis 18. Januar in Wildbad Kreuth will die CSU-Führung Stoiber vorzeitig zum Spitzenkandidaten küren. Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Peter Ramsauer, sagte, die Nominierung des Spitzenkandidaten sei das ureigenste Recht der Landtagsfraktion. "Der neue Ministerpräsident wird der alte sein. Edmund Stoiber ist und bleibt die unbestrittene Nummer Eins." Glück warnt vor zu viel Selbstbeschäftigung
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| Alois Glück |
Landtagspräsident Alois Glück (CSU) warnte unterdessen vor Schaden für seine Partei. "Es ist unverändert die Position der großen Mehrheit in der Fraktion und der Partei, mit Stoiber in die Landtagswahl 2008 gehen zu wollen", sagte Glück am Donnerstag. "Die nächsten Wochen und Monate werden sehr wichtig sein. Wenn wir uns bis zum Herbst mit uns selbst beschäftigen, wäre das katastrophal für die CSU." Wenn man sich die Lage Bayerns anschaue, dann sprächen alle Fakten dafür, dass die Politik der CSU sehr erfolgreich sei, sagte Glück. "Die Vorbehalte beziehen sich auf menschliche Aspekte."
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In der Parteispitze hat CSU-Chef Edmund Stoiber großen Rückhalt - bei den Wählern offenbar nicht: Einer Umfrage zufolge will eine deutliche Mehrheit einen neuen Regierungschef.
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