Auf einem Parteitag der CDU in Hessen im Herbst letzten Jahres spielte anscheinend ein Bundestagsabgeordneter der Partei CDU namens Dr. Jürgen Gehb, der beruflich bei der Kanzlei Herold Flashar Gehb ist, die auch die MEG AG aus Kassel vertritt, eine wichtige Rolle.
Irgendwie scheint es da am Rande auch drum zu gehen, wie eine Frau Corina Flashar Stadtverordnete in Kassel geworden ist.
Und, so überhaupt, verstehe ich nicht, was mit diesem Satz aus der HNA, der sich anscheinend auf Dr. Jürgen Gehb bezieht, wohl gemeint sein könnte:
Wer aus der privaten Korrespondenz anderer zitiert, um einem von ihnen zu schaden, verletzt mindestens die Grenzen des guten Geschmacks.
Komischerweise ist der Artikel der Kasseler Zeitung Hessische/Niedersächsische Allgemeine, wo über den Parteitag berichtet wird, nur noch im Google-Cache verfügbar, wer sich das anschaut, sollte das also mit der gebotenen Distanz tun:
http://tinyurl.com/yx9f8v
Der Kasseler CDU-Politiker Bernd W. Häfner hat im Nachgang zu dem CDU-Parteitag übrigens in einem Interview mit der HNA erklärt, warum er zur FWG übertritt. Auch davon ist nur eine Kopie im Google Cache geblieben, so dass auch hier gilt, dass, wer sich das anschaut, das also mit der gebotenen Distanz tun sollte:
http://tinyurl.com/ycggyz
So richtig einordnen kann ich das alles noch nicht. Vielleicht kann mir ja jemand aus Kassel mal erklären, was da so ab geht in Kassel. Ach so, nee, im Parteibuch bin auf Katzenbilder spezialisiert und habe mit dem Aufspüren von weissen Schafen eher wenig Erfahrung. Vielleicht gibt es gar auch in der Kasseler CDU ein weisses Schaf aus Kassel, das bei Boocompany munter plaudert?
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Lieber Herr Bartels, es ist doch egal, ob Herr Gehb ein Ehrenmann oder ein Schurke ist. Es nützt Ihnen leider nichts. Weiterhin viel Glück.
Hessische Rechtsanwaltskanzleien haben es in sich,
besonders wenn sie von CDU-Männern besessen werden,
die sich selbst für unheimlich stark halten.
Zum Vergleich: die Kanzlei der Rechtsanwälte
Bouffier, Dr.Gasser u.a. in Gießen
http://de.indymedia.org/2006/05/146051.shtml
Bouffier ist Innenminister in Hessen und Meister
der geheimen Tankstellen-Bruderschaft. Gasser,
auch Mitglied der Tankstellen-Bruderschaft,
war/ist Justiz-/Innenminister in Thüringen.
Über die Hintergründe siehe
http://www.projektwerkstatt.de/bouffier/
Vorteil dieser Auseinandersetzungen ist,
dass trotz aller Repression immer mehr Nachrichten
an die Öffentlichkeit kommen. Die CDU verliert
rapide WählerInnen. Von der Flaschen der SPD
ist allerdings auch nicht viel Gutes zu erwarten.
Wir werden uns etwas einfallen lassen müssen.
Was mit dem Zitat gemeint war, kann man ja der ersten URL entnehmen. Und zwar in den Kommentaren zu dem Artikel (letzter Kommentar, von “Lutz M.”).
Jungejunge, wenn dort ein biederer Provinzjournalist derartig ausrastet und seine berufliche Existenz vor Ort aufs Spiel setzt, dann möchte ich mal wissen, was der privat wohl denkt. Vielleicht wendest du dich einfach mal an den, Material scheint er ja zu haben: “Doch da es Gehb an den angekündigten Daten und Fakten gegen Holler ganz offenbar mangelte, musste eine für Kasseler Verhältnisse beispiellose Herabwürdigung der “Gesamtpersönlichkeit” des Fraktionsvorsitzenden herhalten. Fast beiläufig wurden verdiente Parteimitglieder und Stadtverordnete gedemütigt. Was ist das für eine Partei, in der so etwas möglich ist? (…) Jürgen Gehb hat sich mit dem maximal möglichen Kollateralschaden durchgesetzt. Unter seiner Führung hat sich die Partei Wunden geschlagen, die sie noch Jahre spüren wird. Ob es nötig war, das Niveau der öffentlich geführten Debatte auf dieses bislang ungekannte Niveau abzusenken, wird wohl das Geheimnis von Jürgen Gehbs “Gesamtpersönlichkeit” bleiben. Wer aus der privaten Korrespondenz anderer zitiert, um einem von ihnen zu schaden, verletzt mindestens die Grenzen des guten Geschmacks.“
Ich denke, das ist ein Beleg für die Machtgeilheit gewisser CDU-Herren, die offenbar die so genannte “Vertraulichkeit des Wortes” nach § 201 BGB nicht respektieren, auch wenn es wohl nur um Briefzitate als um Tonbandaufnahmen ging. Scheint bei der CDU/CSU/FDP Standard zu sein. So wurde ja bekanntlich auch ein Leserbrief von Tanja Krienen, der an den SPIEGEL adressiert war, an einen gewissen Henryk M. Broder weitergeleitet, der diesen AFAIR - mit Schmähungen garniert - auf seiner Website veröffentlicht hatte, obwohl dazu keinerlei Erlaubnis vorlag. Ob nun die CDU/ CSU/ FDP-Mitgliedschaft oder das Jura-Studium mehr zu der Entwicklung “analer Charaktere” beiträgt, überlasse ich der Forschung. Allerdings kenne ich Anwälte, die nicht anale Charaktere geworden sind, vielleicht liegt es doch mehr an der CDU/ CSU/ FDP-Mitgliedschaft.
MfG
Daniel
Noch ein “netter” Umstand: Bislang machen laut SPIEGEL nur 109 von 614 Abgeordneten um ihre sonstigen Einkünfte kein Geheimnis, indem sie bereits freiwillig selbige offenlegen. Bemerkenswert: Bei der Linksfraktion sind es 50 von 53 Abgeordneten. Ansonsten könnte man als Wähler zu dem Schluss kommen, dass das Parlament zu 5/6 aus potentiellen Korruptis und geschmierten Lobbyisten der Wirtschaft besteht. Da braucht man sich über mangelnde Wahlbeteiligungen nicht zu wundern…
MfG
Daniel
[…] Angesichts dessen, dass der in der Kanzei Herold Flashar Gehb tätige Bundestagsabgeordnete Dr. Jürgen Gehb auf dem Parteitag der Kasseler CDU 2005, in dessen Nachgang eine gewisse Frau Corina Flashar Stadtverordnete in Kassel wurde, selbst ungefragt aus E-Mails eines Parteifreundes zitiert haben soll, wundert mich die im Antrag zur einstweiligen Verfügung vertretene Rechtsauffassung zwar etwas, aber der Einfachheit halber habe ich die einstweilige Verfügung einfach anerkannt und den Widerspruch auf die Kosten beschränkt. Wer mir zur MEG AG und ihren feinen Anwälten wissen will, kann das aber ohnehin alles über die in Vietnam registrierte Webseite Boocompany erfahren. Angesichts der Kritik, die Dr. Jürgen Gehb wegen des ungefragten öffentlichen Zitierens aus E-Mails von Parteifreunden erfahren musste, wundert es mich allerdings wenig, dass der Anwalt der Kanzlei Herold Flashar Gehb die einstweilige Verfügung gegen mich nicht etwa in Berlin oder Kassel sondern in Hamburg beantragt hat. […]