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15. Januar 2007

E-Mail an Edmund Stoiber und seine Freunde in der Spitze der CSU

von @ 18:34. abgelegt unter Deutschland, Politik, Mobbing, CSU, Edmund Stoiber, Gabriele Pauli

Mir ist mal wieder eine offene E-Mail von Radio Transparency zum Showdown zwischen Gabriele Pauli und Edmund Stoiber zugespielt worden.

Diesmal richtet sich die E-Mail an die Spitze der CSU und handelt außer von Edmund Stoiber und Bloggerin Gabriele Pauli, die sich gerade ein neues Gästebuch zugelegt hat, auch von Erwin Huber, Markus Söder und Kurt Faltlhauser.

Um zu dokumentieren, mit welchen Gemeinheiten und welchem Duckmäusertum sich Leute an der Spitze der CSU wie Alois Glück, dessen Pressesprecher mich letzten Mittwoch auf der Suche nach Radio Transparency angerufen hat, derzeit herumärgern, habe ich die E-Mail von Radio Transparency hier nachfolgend dokumentiert:


Subject: An die CSU-Spitze

Sehr geehrte Damen und Herren,

nicht wer in der Küche arbeitet, sondern wer hocharrogant ein Gespräch verweigert und sich damit selbst auf den Grill steckt, muss Hitze vertragen können. Stoiber ist 65 Jahre alt und rethorisch nach wie vor eine Null. Sie können doch keinem mehr erzählen, dass einer der sich trotz ständiger Übung als Politiker nur ungenügend und verschwommen ausdrücken kann, sonst scharf denkt. Selbst wenn, dann könnte er sein Denken nur mangelhaft transportieren.

Die Aussagen von Huber und Beckstein, sie würden nie gegen Stoiber antreten, sind keine Treueschwüre, erst recht keine edlen, sondern zeugen vom typischen Rollenverhalten in der CSU-Spitze. Es wird nach oben feige geduckmäusert. Nach unten hingegen wird verachtet, wie z. B. Huber noch vor wenigen Wochen beim arroganten “Abwatschen” von Frau Pauli demonstriert hat. Er erhielt dafür aus den Reihen der CSU sogar tosenden Applaus - ein richter Verblödungs-Schub für alle. Fragen Sie doch Huber, was für ein grossartiges Gefühl es für ihn war und welche Bewunderung die anderen von euch für Huber empfanden. Wer in der CSU etwas zählen will, muss nach unten verachten und wird dafür geschätzt. Tiefer kann man kaum sinken. Durch dieses “nach oben duckmäusern, nach unten verachten” eines jeden einzelnen CSU-lers, ist eure CSU bereits so verblödet, dass Ihr nun nahezu handlungsunfähig dem sich an die Macht klammernden Stoiber gegenüber steht. Es ist auch klar, daß in einem Duckmäuser-System kein Nachfolger herangezogen wird, schliesslich will man ja für immer an der Macht bleiben. Ausserdem werden nur Leute eingestellt, die für Duckmäuser gehalten werden.

Das war die Chance für Söder, der mit seiner Bezeichnung “Stoiber, unser Captain Future” signalisiert hat, dass er immer schön zu Stoiber halten wird. Dass ihm intellektuel 3 - 4 Klassen zu einem Generalsektretär fehlen, spielte dabei keine Rolle. Wichtig ist nur, dass Söder immer brav Stoiber stützt und Söder dabei Karriere macht. “Blöd, blöder, Söder” soll es schon immer intern heissen. Inzwischen ist er auch fatal am öffentlichen Mobben gescheitert und hat das Entschuldigen verlernt. Überlegt euch doch mal, zu welcher kollektiven Mobberei Ihr in der Lage seid, wenn die Öffentlichkeit nicht dabei ist.

Faltlhauser, der zum Aufstand gegen Pauli aufgerufen hat, ist wie immer nach Großblamagen auf Tauchstation gegangen. Diesmal dürfte er sich aber sogar noch verbunkert haben, bis der Spuk (in seinem Kopf) ein Ende hat und damit ja keiner mehr nach seinem Interview beim Müncher Merkur fragt. Natürlich darf Faltlhauser dies, genauso wie grosstädtisch arrogant auftreten und sich offen dazu bekennen, denn schliesslich hat er ja versucht Stoiber zu helfen. Faltlhauser, der gescheiterte Mobber, ist ähnlich wie Huber total am Ende bzw. abgenutzt.

Ihr könnt von euch behaupten, Ihr seid im Schutz der Macht zunächst arrogant und dummdreist geworden. Dann habt Ihr euch an der Macht nach und nach den restlichen Charakter abgeschmirgelt, bis zum totalen Verfall von Sitten und Hemmschwellen und nun habt Ihr den Fangschuss erhalten.

Jetzt will Stoiber, dem die Parteibasis völlig egal ist, sich bei dieser einschmeicheln, natürlich nur um an der Macht zu bleiben. Seehofer redet nun hinterher gescheit daher. Wenn man am öffentlichen Niedermobben, Parteiausschliesen und arroganten Verweigern eines Gesprächs gescheitert und in die Knie gegangen ist, kann man hinterher leicht sagen:”Natürlich hat Frau Pauli einen Anspruch darauf, dass mit ihr anständig umgegangen wird”. Solange sich Stoiber und alle seine gescheiterten Mobber Faltlhauser, Söder und Huber bei Pauli nicht entschuldigen, haben sie alle zusammen auch nur den Anspruch als gescheiterte Mobber behandelt zu werden. Auch ein Seehofer sollte Stoiber nicht blind unterstützen und seinen Ruf ruinieren. Stoiber muss nun so tun, als würde er alles bedauern. Ihr oben wollt natürlich mitmachen, denn schliesslich müssten einige bei einem Rücktritt von Stoiber mit einem anderen Wind rechnen, insbesondere die Duckmäuser. Vielleicht wird Stoiber auch ein bisschen Angst an der Basis schüren, was ohne ihn kommen könnte. Dazu kann ich nur sagen, schaut euch sein Krisenmanagement und seine Massenverdummungssprüche an und mit welcher Arroganz er sich einem Gespräch mit Pauli entziehen wollte und welche selbstgefälligen Duckmäuser er um sich herum angesammelt hat. Unfähiger, dreckiger und hochnäsiger kann es ein anderer auch nicht machen.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr dort hinkommt, wo Ihr längst hingehört, nämlich ganz runter. Euch muss man nur vor den Bürgern transparent machen. Ein Forum mit den entsprechenden Themen und es ist aus.

Mit freundlichen Grüßen

Radio Transparency

Na, auch wenn es Blogger gibt, die das nicht interessiert, bin da nicht nur ich gespannt, wie Spitzel-Ede da noch rauskommen will. Wär doch schade, wenn seine gestammelten Werke nun Geschichte würden. Vielleicht springt dem armen Spitzel-Ede ja die Liebfrauenunion wieder zur Seite?

Oder ist der Preuße Franke Günther Beckstein, den ich peinlicherweise in den letzten zwei Monaten gleich zweimal loben musste, bereits der neue Chef in München und Stoiber schon König von Herrenchiemsee?

9 Kommentare zum Beitrag “E-Mail an Edmund Stoiber und seine Freunde in der Spitze der CSU”

  1. Stefan sprach

    Schee schaugt’s scho aus, die Frau Pauli, und blääd is aah ned.
    Aber wer 1977, nach drei Jahren Junge Union in eine Partei eintritt, dessen Großer Vorsitzender gerade Augusto Pinochet für seine Verdienste um die Demokratie in Chile mit seinem Besuch ehrte und dafür einen Ehrendoktorhut in Rechtswissenschaft abstaubte, wußte genau, in welchem Verein frau landet.
    Nein, zur Jeanne d’Arc reicht’s nicht, dazu hätte sich genügend Gelegenheit geboten, Jetzt war halt die Gelegenheit günstig. Die CSU bleibt, was sie schon seit der Spielbankaffäre war. Es wäre an der Zeit daß der Laden dichtgemacht wird, wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung.
    Eine schönen Abend noch

  2. Play rough! sprach

    Ignoranz oder: es ist die Gesamtsituation

    Was macht man so als Blogger, wenn sich mal die Nachrichten anschaut oder das, was andere Blogs im Augenblick schreiben und feststellt, dass einen davon rein gar nichts im Besonderen interessiert oder hinter dem Ofen vorlockt und motiviert, sich mal mit

  3. Christoph//playrough sprach

    …toller artikel, denn ich muss zugeben, auch wenn es mich nicht interessiert, verfolge ich das thema trotzdem, danke dafür, dass ihr sogar vehemente ignoriere wie mich erwähnt!

  4. Christine sprach

    Dreck reinigt….

    jedenfalls ist das bei den Schweinen so. Sie wälzen sich ausgiebig im Schlamm, um so lästige Parasiten loszuwerden. Offenbar legt die CSU z.Z. ähnliches Gebahren an den Tag. Politik offenbart sich immer wieder als ein scheinheiliges, machtgeiles und undurchsichtiges Geschäft, dass nicht ohne regelmäßige Affären auskommt. Unabhängig von den Querelen und dem Machgerangel in der CSU stelle ich mir die Frage, wie es dazu kommen kann, dass Menschen, die noch dazu als gebildet gelten, dermaßen verkommen. Ist der Werteverlust mit Betreten des politischen Parketts vorprogrammiert?
    Ist es an der Zeit, Bewerber für ein politisches Amt ein Bewerbungsverfahren wie in der freien Wirtschaft durchlaufen zu lassen? Wie sähe das Anforderungsprofil dann aus? Würden Sie jemanden einstellen, der lügt, mobbt und intrigiert? Die Zeit der verantwortungsvollen und qualifizierten Politikprofis ist schon längst überfällig.

  5. blariog.net » Stoiber - ein Niedergang sprach

    […] Bei Mein Parteibuch findet der interessierte Leser eine eMail von Radio Transparency an Stoiber und den Rest der Parteispitze. […]

  6. Mein Parteibuch » Schimpf und Schande - Schmutzkampagne gegen Horst Seehofer sprach

    […] Ich meine, nun sollten Edmund Stoiber und seine Stoiberisten nicht mehr ehrenvoll aus dem Amt scheiden dürfen, sondern mit Schimpf und Schande davongejagt werden. […]

  7. Daniel Reitzig | Journalist » “Dort hin, wo ihr längst hingehört, nämlich ganz runter…” sprach

    […] Stoiber wackelt, scheinbar vorbei ist seine Zeit - und mit ihr die seiner Clique. Nur noch ein bischen Schmutz auf Horst Seehofer, etwas Demut in Kreuth. Müdes “Weiß-blaues Schlammkuscheln”, wie Stern Online titelt. Marcel Bartels von Mein Parteibuch veröffentlichte kürzlich ein Schreiben an die CSU-Führung, daß ich dem geneigten Leser nicht vorenthalten möchte. Subject: An die CSU-Spitze […]

  8. GeistesWelt :: Stoibers Ende :: January :: 2007 sprach

    […] Mich wundert es wenig, dass die sozialdemokratisierte Linke Landrätin Pauli zu ihrer Heldin machte, demontierte sie doch mit ihrem Begehren defacto die ungeliebte CSU und machte sich zur Wasserträgerin des politischen Gegners. Wahrscheinlich merkte sie es noch nicht einmal, es gibt Leute, die so in der Art Aufblühen, wenn ihnen solch positives Medienecho zuteil wird, aber: wenn man als konservativer Politiker vom Spiegel und Stern derart Zucker in den H* geblasen bekommt, dann sollte man sich doch ernsthaft fragen nicht irgendetwas Fundamentales falsch zu machen! […]

  9. Anonymous sprach

    http://www.focus.de/politik/deutschland/kommentar_nid_43416.html

    Kommentar: Die Macht der Einflüsterer und die Folgen

    Beckstein und Huber teilten sich das Erbe und der übelste aller Einflüsterer Faltlhauser überbrachte im Auftrag der Intriganten die Botschaft an Stoiber, dass dessen Fell bereits aufgeteilt wurde. Stoiber kündigte kurz darauf seinen Rücktritt an. Die Frage ist nun, sind Beckstein und Huber intriganter als Stoiber unfähig ist. In jedem Fall sind alle 4 als gefährlich intrigant bzw. unfähig anzusehen, denn so drängt man niemand aus dem Amt und so lässt man sich auch nicht aus dem Amt drängen. Aus meiner Sicht liegt schon allein aufgrund dieser einen Aktion eine totale Disqualifikation aller 4 Beteiligten für jegliches Amt vor. Würde die CSU nicht kollektiv an Realitätsverlust und Realitätsverweigerung leiden, würde man erkennen, dass man sich längst inakzeptabel und lächerlich macht.

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