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22. Oktober 2006

In Fulda schreibt man Transparenz gaaanz groß

von @ 17:36. abgelegt unter Über dieses Blog, IT-Sicherheit, Deutschland, Bundesdatenschutzgesetz, Fulda

Nachdem der virtuelle Tag der offenen Tür bei der CDU Fulda bereits vor einigen Monaten ein voller Erfolg war, wollten die Stadt Fulda und die Fuldaer Zeitung sich wohl in Sachen Transparenz auch nicht lumpen lassen. So wurden anscheinend Bewerbungen, Datenbankdumps und Passwörter gleich öffentlich zugänglich auf dem Webserver des Verlagshauses Parzeller abgelegt.

Daran, dass Fulda sich nun auch politisch für mehr Transparenz bei den Gehältern von Führungskräften und Nebenverdiensten von Politikern engagiert, habe ich allerdings so meine Zweifel. Liebe Fuldaer, wenn ihr mal die Gehaltsabrechnungen Eurer leitenden Mitarbeiter öffentlich ins Netz stellen wollt, dann mecker ich auch nicht wegen des Bundesdatenschutzgesetzes. Mehr zur virtuellen Transparenz, die in Fulda gaaanz groß geschreiben wird, findet sich im Beautifulda-Weblog von Ronald Woelfel, der auch diese Lücke aufgedeckt hat.

8 Kommentare zum Beitrag “In Fulda schreibt man Transparenz gaaanz groß”

  1. Abzockgegner sprach

    Sollten Gehälter von Politiker, usw. nciht schon längst für die Öffentlichkeit “Transparenz” gemacht werden?
    Da war doch was dazu in der Bildungs-Zeitung. Vor paar Wochen. Irgendwann. Glaube ich.

  2. UsF sprach

    ->Sollten

  3. H. Möller sprach

    Parzeller hat den Verfassungsschutzbericht 1999 gedruckt. Herr Wölfel möge doch nochmal im Mysql-Dump nachsehen, ob da nicht noch mehr drin sthet ;)

  4. Sascha sprach

    Und wenn die Gehälter nun veröffentlicht werden, was dann ? Die Deutschen sind doch schon so anteilnahmslos geworden.
    Welche noch gutes Geld verdienen interessierts doch nicht wirklich und die anderen nehmen es hin, wie sie bisher alles lautlos hingenommen haben.

  5. Sascha sprach

    @ Herrn Bartels
    In dem Zusammenhang möchte ich jetzt gern noch einmal die Frage an Herrn Bartels stellen. Was halten Sie von “direkter Demokratie” sprich von Volksentscheiden.

  6. H. Möller sprach

    Herrlich ist ja auch der Name der Firma von der das CMS stammt: “Six Offene Systeme GmbH”

  7. dolziger2 sprach

    Interessieren würde mich auch welche Bürgermeister des Fuldaer Umlands die kostenlosen “Lustreisen” bzw. ich meine natürlich die Arbeitsreisen der überlandwerke, kurz ÜWAG in Anspruch genommen haben. Laut FZ sollen die jetzt ein ganz schlechtes Gewissen haben…

  8. Peinlich, peinlich: Noch immer sind Polizeiprotokolle des Präsidiums Südhessen mit Namen und Anschriften im Web - im Google Cache - Odenwald Geschichten sprach

    […] Bei Polizei und Justiz in Darmstadt scheint man das mit dem Datenschutz ja recht locker zu nehmen und sich stattdessen für Transparenz von geheimen Dokumenten einzusetzen. Auch die CDU in Fulda schreibt Transparenz ganz groß. […]

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