Heute möchte ich mal eine Idee zur Existenzgründung vorstellen. Die Politik meckert ja allethalben, dass Deutschland die Ideen aus gehen. So möchte ich also mal mit gutem Beispiel vorangehen und hier eine super Idee vorstellen:
Irgendwoher besorge ich mir urheberrechtlich geschütztes Material, möglichst was, was schnell geht, wie ein paar Schnappschüsse von Promis, Free Wallpapers oder so. Dann lasse ich mir das Material von irgendjemand klauen, der es als “vermutlich Public Domain” im Internet ausstellt.
Nachdem dann hoffentlich viele Leute meine Sachen für ihre Webseiten im Internet verwendet haben, die hoffentlich auch naiv genug waren, ihrer Pflicht zur Anbieterkennziechnung nachzukommen, dann kommt meine große Stunde, wo ich mir zusammen mit einem Kumpel, der Jura studiert hat, eine goldene Nase verdiene. Wir durchkämmen das Internet nach allen, die mein urheberrechtlich geschütztes Material im guten Glauben verwendet haben.
Ein Serienbrief, den wir mit aus dem Internet zusammengeklaubten Textbausteinen erstellen, bringt locker 1000 Flocken pro Abmahnung und außerdem fordern wir noch kräftig Lizenzgebühren. Dann müssen wir nur noch einen Richter finden, der zwar möglicherweise keine Ahnung vom Internet hat, uns aber trotzdem 50% der ursprünglich gefordeten Lizenzkosten zuspricht. Kleinvieh macht auch Mist, und wenn wir von jedem Kunden 6000 Euro kassieren, sind wir bald Millionäre. Soviel bekommt ein Fotograf sonst nicht mal für ein Titelbild.
Wenn wir das alles gemacht haben, dann steht dem Aufbau einer florierenden Firma nichts mehr im Wege. Nun suche ich noch Partner für mein Geschäft. Als Rechtsbeistand denke ich an die Hamburger Kanzlei Pötzl und Kirberg, als Contentlieferanten liebäugle ich mit der Bulls Pressedient GmbH oder einem Münchner Fotografen.
Nicht schlecht, die Idee, oder?
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mag sein das die idee was bringt, aber finde es unmoralisch und unehrenhaft!
Harun, ich stimme Dir zu. Mir als Sozialdemokrat dreht sich dabei der Magen um.
Wer plaudert denn da schon wieder aus dem Nähkästchen?
Der HR hat übrigens nichts gesendet . . . vermutlich unterliegt der immer noch dem Maulkorb-Erlaß.
Hallo Marcel,
Deine Geschäftsidee ist nicht wirklich neu. So etwas wurde mit Stadtplänen in der Vergangenheit immer mal wieder veranstaltet. Wenn Anfahrtsskizzen auf der Homepage veröffentlicht wurden, wurde abgemahnt.
Das Rechtsberatungsgesetz muss abgeschafft werden, damit private Bürger, die eine Webpräsenz betreiben, sich untereinander kostenlosen Rechtsrat geben können. Man kann gegen solche Abmahnungen Vorbereitungen treffen, indem man beispielsweise im Haftungsausschluss darauf hinweist, dass Ansprüche aus Geschäftsführung ohne Auftrag ausgeschlossen sein sollen. Nun darf man aber als juristisch vorgebildeter Bürger anderen Bürgern nicht altruistisch helfen, denn das wäre ja verbotene Rechtsberatung. So kommt es, dass viele Bürger aus Dummheit in die Falle laufen. Der Gesetzgeber möchte seine Bürger dumm halten, sonst hätte er das Rechtsberatungsgesetz schon längst abgeschafft.
@KS
Schau mal auf meine Hinweise für Rechtsverdreher.
+++
[…] Sollte der Jugendliche zur Zahlung verurteilt werden, so hätte meine Geschäftsidee, wie ich ein paar Bildchen für 6000 Euro verkaufen kann, aufgrund des richtungsweisenden Urteils beste Erfolgschancen. Das ist nicht mein Deutschland. […]
Du als Sozialdemokrat hast mit der Vedrehung von Tatsachen natürlich kein Problem: In diesem Fall klagen die tatsächlichen Rechteinhaber, nicht die Betreiber der Free Wallpaper Site.
Deine Geschäftsidee müsste also lauten:
Ich mache Fotos, und wer sie benutzt muss dafür bezahlen.
Die Geschäftsidee gibt es aber schon, das nennt sich Fotograf.
@hundeblick
Immer, wenn Dir die Argumente ausgehen, versuchst Du es mit Sozi-Bashing. Wieso sollte ich “als Sozialdemokrat mit der Verdrehung von Tatsachen natürlich kein Problem” haben?
Lustiges Geschäftsmodell, was Du da Fotografen unterstellst. Paß auf, dass Du deswegen nicht verklagt wirst. Ich habe nie behauptet, dass die Downloadseite geklagt hätte. Im Gegenteil, die ist inzwischen aus dem Netz verschwunden und hat ihre Spuren beseitigt.
Sieht es das Geschäftsmodell des Fotografen vor, Bilder als “frei” durch einen Dritten veröffentlichen zu lassen, damit sie von Webmastern genutzt werden.
Solche Preise wären nie für so Fotos zu bekommen, und schon gar nicht von einem 17-jährigen Jungen mit einer allenfalls semiprofessionellen Webseite, wenn sie die Bilder auf regulärem Weg verkauft hätten. Genau darin liegt der strafrechtlich relevante Aspekt des Geschäftsmodelles.
Und die Justiz treibt die Beute ein.
Ich finde vieles, was Du hier vertrittst (und wie Du es tust) symptomatisch für die deutschen Sozis: Die großen sind immer die bösen, Eigentum ist unwichtig, eigenverantwortliches Handeln ist out,…
Zitat: “Solche Preise wären nie für so Fotos zu bekommen,”
Unsinn.
Der Junge kann nur froh sein, dass es hier nur um Bildrechte ging. Persönlichkeitsrechte wären noch etwas teurer gewesen.
Werbung mit Christina Aguilera kann übrigens 150 Mio Dollar kosten
@hundeblick
Deine Unterstellungen sind nichts weiter als Quatsch mit Sosse. Und immer, wenn Dir die Argumente ausgehen, versuchst Du mich als Sozi hinzustellen, der sowieso kein Eigentum respektiert.
Naja, Du weiß sicher sehr gut, warum Du hier nur anonym kommentierst. Hier geht es aber nicht um Eigentum, sondern um Wirtschaftskriminalität und Rechtsmißbrauch.
So viel Geld hätten die Rechteinhaber nie für ihre Bilder bekommen, wenn sie sie ehrlich verkauft hätten.
Geistiges Eigentim ist Eigentum im Sinne des BGB, das hab ich Dir schon mal erklärt.
Und nochmal die Anonymkeule. Gähn.
Und was glaubste, wovon Fotografen und Bildagenturen leben… ein Freund von mir bekommt 5.000 Tagesgage (ohne Kosten) für’s Promi-Fotografieren.
Mein Eindruck (Meinung, keine Tatsachenbehauptung):
Diese Geschäftsidee scheint auch bei der Pressekammer Hamburg zu klappen mit den so genannten fiktiven Lizenzgebühren.
Lafontaine, Gottschalk, van Almsick u.a. haben damit Erfolg.
Argumente der Betroffenen, dass die Preise auf dem Markt so nicht erreicht worden wären, gelten nicht.
Auch Bild-Agenturen setzen ihre Preise, anstelle sich auf dem Markt zu tummeln, über die Pressekammer fest.
Diesen Weg haben sowohl Abgänger als auch Markt-Neulinge entdeckt.
Erinnert mich an die missglückte Planwirtschaft, die ja auch den Markt überlisten wollte, aber in einer Sackgasse landete.
Irgendwie verstehe ich die “Idee” nicht: WIE lässt Du Dir “urheberrechtlich geschütztes Material … klauen”? Das setzt doch voraus, dass Du es est mal selbst auf einer Website verwenden müßtest und damit könntest DU abgemahnt werden …!?
[…] Die Informationen, die der Abmahnung bisher bekannt sind, sind allerdings bisher leider so spärlich gesät, dass der Sinn der Abmahnung bisher kaum verständlich ist. Prinzipiell könnte die Abmahnung gut zur Geschäftsidee, wie ich mit ein paar Bildchen im Internet 6000 Euro verdienen kann, passen. Der Eindruck, dass, wenn jemand aufgrund von Daten, die unbekannte Dritte gespeichert haben, schadensersatzpflichtig sein soll, ist allerdings natürlich etwas ganz anderes, als der strafrechtlich relevante Abmahnungsfall, über den hier vor kurzem berichtet wurde. […]
[…] Damit strafrechtlich wegen Abmahnbetrug ermittelt wird, muss es wohl erst viel dicker kommen. Meine Geschäftsidee, wie mit ein paar wertlosen Bildchen 6000 Euro zu verdienen sind, zu der mich die Interessenjurisprudenz im Fall von Mario Alka inspiriert hat, scheint sich rumzusprechen. […]
Es ist mir völlig unverständlich wieso einige die “Geschäftsidee” nicht verstehen und wieso einige diese Abzocke noch entschuldigen. Der riesen Skandal besteht, mal abgesehen von völlig fiktiven Summen, darin, dass der 17 jährige Junge die Bilder auf einer Seite heruntergelden hat auf der die Bilder als FREI und KOSTENLOS gekennzeichnet waren. Er war also gutgläubig der Annahme, dass er sich im Rahmen der Legalität bewegt.
[…] Nachtrag: Marcel Bartels von Mein Parteibuch hat auch ne Geschäftsidee, aber die ist nicht soo sauber. 0 Kommentare | VerlinkenKommentare zu diesem Eintrag:Diesen Eintrag kommentierenDein Name: […]
In einer normalen Gesellschaft gehören so Leute , mit solchen “Geschäftsideen” weg gesperrt. Heutzutage dürfen solche Ergüsse sogar veröffentlicht werden. Schlimm.
Hoffentlich kommt mal einer von den Betrogenen bei Ihnen vorbei und “bedankt” sich persönlich.
@Hans
Gehöre ich ins Gefängnis gesperrt, weil ich die Geschäftsidee öffentlich mache, oder nicht vielleicht eher diejenigen, die sie seit Jahren in die Praxis umsetzen?
[…] Hier der Link: Marcel Bartels […]
hallo,
habe deine seite durch zufall entdeckt!
ich lebe seit fast drei jahren in kolumbien s.a.
deine geschaefts-idee ist wirklich schon sehr alt und eigentlich abgedroschen.
entweder ist diese in deiner webseite eine provokation fuer menschen die darauf reagieren sollen oder du bist wirklich zu dumm ehrenvoll und mit wuerde dein geld auf andere weise zu verdienen.
ausserdem , ist es schade das du auch noch jura studiert hast.
( aber vieleicht wuerde ich an deiner stelle das gleiche machen, denn du brauchst sehr viel geld um ueberhaupt etwas atraktiv zu werden !!)
bjoern wellna
colombia s.a.