Achtung: Der nachfolgende Text ist reine Fiktion, also nichts als ein MĂ€rchen. Satire dient als humoristisches StĂŒck der Literatur zu nichts anderem als zur Belustigung der Menschheit mit Fantasien und hat mit der RealitĂ€t rein gar nichts zu tun. Insbesondere hat die nachfolgende Satire nichts mit der Nuttenposse um die Abmahnung von Sigmar Gabriel, nichts mit Sigmar Gabriel oder einem Vorstandschef eines deutschen Mobilfunkanbieters, ĂŒberhaupt nichts mit InformationsstörfĂ€llen, rein gar nichts mit den Artikeln bei Newsclick vom 04.09.2006 Funkmast in Gadenstedt: T-Mobile verzichtete schon Anfang August und nichts mit dem Artikel vom 05.09.2006 “Abstimmungsfehler” bei T-Mobile verĂ€rgern Umweltminister Gabriel und erst recht nichts mit den Betrachtungen von Hans-Joachim Selenz zur Urlaubszeit etwas zu tun. Hier also nun das MĂ€rchen “Liegengeblieben“:
Ring, ring, ring- Ja, hier René vom Rosa Riesen
- Hallo René, hier ist der Siggy
- Ach, Siggy, was gibtâs? Ich habâ gehört, Du machst nun auf Umwelt?
- Ja, RenĂ©, Umwelt. Frag mich nicht, wie ich zu diesem grĂŒnen Zeugs kommâ. Aber irgendeiner muss et ja machen. Die wollten mich bestimmt haben, weil ich mich mit Landschaftspflege so gut auskennâ. HĂ€, hĂ€, hĂ€! Was machen Deine Lizenen auf ‘er andern Seite vom Teich?
- Bah, frag nich, Siggy. Wir sind schon bei vier Milliarden grĂŒnen Scheinen und immer noch ist kein Ende in Sicht. Aber das interessiert Dich doch nicht wirklich, Siggy, oder? Ich dachte, bei Euch ist der Peer fĂŒr den Schotter zustĂ€ndig. Also, sag Siggy, was haste aufâm Herzen?
- Ja, RenĂ©, hast ja Recht, ich habâ wirklich was anderes aufâm Herzen. Das ist aber ein bisschen delikat. Hilfst Du mir? Das tĂ€t Dich nur einen Anruf kosten. DafĂŒr haste dann bei mir auch was gut. Du weist schon, manchmal ist es ganz nĂŒtzlich, wen man einen hat, der fĂŒr einen die Hand hebt.
- Klar, Siggy, der Deal gilt. Also schiess los, wen soll ich anrufen?
- Naja, Deine eigene Presseabteilung sollste anrufen. Sag denen mal, dass ihr aufâm Rathaus von so ‘nem Kuhdorf zwischen Hannover und Braunschweig keinen Mast baut.
- HĂ€, wieso das denn? Siggy, Du willst mir doch wohl nicht erzĂ€hlen, dass ausgerechnet Du Dir nun Sorgen machst um soân Kram wie Elektrosmog?
- Nee, doch nicht wegen der Umwelt. Die geht mir genauso sonstwo vorbei wie der Mist da in Schweden. Aber in dem Kuhdorf, da darf der Mast nicht aufâs Rathaus. Ich weiĂ ja, ihr habt ja ‘nen Vertrag und das ist ja auch rechtlich alles schon abgesegnet.
- Na, wenn wir doch mal einen Vertrag haben, dass wir da einen Mast bauen, wo ist das Problem?
- Ich hab da Ărger mit so ‘ner Trulla, , die hat das halbe Kuhdorf verrĂŒckt gemacht, dass ihre HĂ€user da weniger Wert sind, wenn der blöde Mast dahinkommt.
- Seit wann lĂ€sst Du Dich denn davon beeindrucken, was der Pöbel will? ErklĂ€râ der Tante doch einfach, die soll nicht soân LĂ€rm machen, weil das alles schon durch ist.
- Naja, es ist eben Wahlkampf, und da habe ich mir gedacht, erzĂ€hlste den Leuten, was sie hören wollen, und weil das bis zur nĂ€chsten Wahl sowieso alles vergessen ist, erzĂ€hlt, dass es da keinen Mast gibt. Deine Presseabteilung hat nun dumerweise der Presse schon vor der Wahl erklĂ€rt, dass der Mast doch gebaut wird, und nun stehâ ich als DummschwĂ€tzer da. Und das mitten im Wahlkampf.
- Was hast Du gemacht, Siggy? Prust! Welcher Teufel hat Dich denn da geritten. HÀtteste da nicht vorher mal anrufen können? Nun soll ich meinen eigenen Laden und meine eigenen Leute als trottelig hinstellen, nur damit du gut ausschaust?
- Komm, RenĂ©, wennâs gar zu einfach wĂ€r, hĂ€ttâ ich Dich nicht angerufen. Ich habâ ja gesagt, dass es etwas delikat ist und vorher war ich im Urlaub. Du hast da wirklich was gut bei mir. Ich heb auch zweimal die Hand, wenn Du willst.
- Also gut, Siggy, abgemacht. Ich sach meinen Leuten, dass die sich geirrt haben, und dass der Mast natĂŒrlich nicht gebaut wird. Zufrieden?
- Eine Kleinigkeit wÀr da noch. Irgendwie muss das ja plausibel sein, dass ich das schon wusste, das der Mast nicht gebaut wird. Ich brauch da noch was, was ich der Presse zeigen kann.
- Auch das noch. Ich sag dem Volker aus Darmstadt Bescheid, der soll Dir ‘ne E-Mail schreiben. Da kannste dann selbst das Datum Ă€ndern, da sieht man nachher nix von. Kannst ja sagen, die wĂ€r liegengeblieben, weil Du im Urlaub warst. Hi hi. DafĂŒr hab ich aber dann mindestens dreimal was frei, OK?
- Ja, abgemacht, René.
- Also, abgemacht, Siggy.
- Ich werde jetzt gleich mal ein paar Pressfuzzies wie den Jörg und den Harald anrufen und denen erklÀren, das alles ganz anders ist, als es bisher in der Presse gestanden hat.
- Mach das, Siggy. Und wage Dich ja nicht, mir was abzuschlagen, wenn ich mal was brauchâ.
- Nie werde ich Dir was abschlagen. TschĂŒss RenĂ©.
-TschĂŒĂ, Siggy.
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Siggy hat es erneut geschafft, in die Zeitung zu kommen.
In der Heise-Wochenschau schreibt Hal:
Ob jetzt wohl Hal eine Abmahnung bekommt?