Schon kurz nachdem ich mit der Bloggerei angefangen habe, bin ich das erste Mal dem von Google eingeführten Linkattribut rel=”nofollow” begegnet. Das Nofollow-Attribut an Hyperlinks soll dafür sorgen, dass Suchmaschinen einen so gekennzeichneten Link nicht bei der Berechnung berücksichtigen, wie beliebt die verlinkte Webseite ist. Weil das Thema gerade wieder mal mit großer Leidenschaft von bloggenden Suchmaschinenoptimierern, englisch auch Search Engine Optimizer und kurz SEO genannt, pro und contra diskutiert wird, will ich zu Nofollow nun auch mal wieder ein paar Worte sagen.
Soeben ist auf einer Internet-Marketing-Seite ein Report über die Verwendung des Nofollow-Attributes der Top-Blogs aus den Deutschen Blogcharts veröffentlicht worden. Ein solcher Report lässt sich erstellen, weil die zum Bloggen verwendete Software das Setzen oder Nicht-Setzen des Nofollow-Attributes übernimmt.
Die Quintessenz aus der Diskussion der SEOs bringt Robert von Basicthinking auf die verkürzte Formel Nofollow=No comment. Vom Standpunkt eines SEO aus betrachtet, der einen Link nebst Trackback oder einen Kommentar nur deshalb abgibt, um einen Backlink für die Steigerung der eigenen Link-Popularität in Google zu bekommen, mag die Formel “Nofollow=No comment” möglicherweise wegweisend sein. Wer als Blogger Wert legt auf belanglose Kommentare und nichtssagende Trackbacks, damit sein Blog besser besucht oder wichtiger erscheint, der sollte das Setzen des Nofollow-Attributs verhindern.
Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch, dass diejenigen, die darauf verzichten möchten, das Rauschen im Kommentarbereich durch Kommentare zu erhöhen, für dessen Autor bei der Abgabe der Wunsch nach einer Steigerung der eigenen Linkpopularität bei Google wesentliches motiv ist, gut beraten sind, ihre Blog-Software so einzustellen, dass das Nofollow-Attribut verwendet wird.
Ganz so simpel, wie die SEOs das dargestellt haben, ist die Welt jedoch nicht. Das Thema Nofollow wurde in der Blogosphäre bereits diskutiert, als nofollow per Default in der Wordpress-Software eingeschaltet wurde. Schon seit dieser Zeit gibt es für Wordpress das recht populäre Dofollow-Plugin, was das von mir immer noch eingesetzte Nonofollow-Plugin von Christoph Rummel ersetzt, mit dem nicht nur Nofollow abgeschaltet werden kann, sondern auch bestimmt werden kann, dass Links in Kommentaren erst ein bestimmtes Alter erreichen müssen, bevor Nofollow abgeschaltet wird.
Für Mein Parteibuch habe ich diese Zeitspanne beispielsweise schon seit geraumer Zeit auf 60 Tage eingestellt. Die Ausssage, das Mein Parteibuch das Nofollow verwendet und demzufolge keinen Google-Juice vererbt, ist also schlicht falsch. Richtig ist es, dass Kommentare, Trackbacks und Pingbacks erst 60 Tage alt sein müssen, damit das Nofollow-Attribut automatisch entfernt wird und sie von Google zur Bestimmung der Popularität einer Seite herangezogen werden.
Außerdem nutze ich aufgrund der von mir im Bundestagswahlkampf 2005 gemachten Erfahrungen noch eine weitere selbstgemachte Funktion basierend auf einer Domainliste, womit Links zu bestimmten von mir wenig geschätzten Domains - beispielsweise Domains der Springerpresse - automatisch und unbefristet mit dem Nofollow Attribut versehen werden. Domains von netten Bloggern dagegen werden auf meiner Nofollow-Domainliste sicher nicht auftauchen.
Ich denke, so macht Nofollow-Sinn. Suchmaschinen sollten Nofollow demzufolge nicht mehr gar nicht zum Ranking heranziehen, sondern Nofollow als skalare Meinngsäußerung des Linksetzenden über den Wert des Links verstehen und Webmaster das Nofollow-Attribut auch dementsprechend anwenden. In diesem Sinne könnte das Nofollow-Attribut, beispielsweise durch einen Punktwert von Scorerpunkten nach dem Muster rel=”nofollow:5″, durchaus ausgebaut werden.
Eine Anmerkung noch: seit über einem Jahr habe ich nicht mal mehr das Developer-Plugin für den Firefix installiert, mit dem Nofollow-Links beim Browsen einer Webseite durch eine andere Farbe ins Auge fallen. Anstelle mich mit SEO irgendwie zu beschäfigen, versuche ich mich darauf zu konzentrieren, meinen Lesern interssante Inhalte zu präsentieren. Ich denke, das ist der richtige Weg. Allerdings könnten auch SEO-Blogs nützlich für die Blogosphäre sein, wenn sie den Traffic, den sie bei Google anstelle der klassischen Medien abgreifen, auf die ihrer Meinung nach interessantesten Beiträge zum Thema in Blogosphäre verteilen. Das würde sicher auch die Akzeptanz von SEO-Blogs in der Blogosphöre erhöhen.
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Ist doch ganz einfach: Gäbe es nicht so viele Spammer, die sich auch gerne SEO schimpfen, und SEOs, die eigentlich Spammer sind, könnte man auf nofollow verzichten. Ich erlebe es tagtäglich als Webmaster von diversen Band-Websites, Shops usw, wo schon nur ein Gästebuch vorhanden ist. Es wird gespammt bis die Schwarte kracht, sei es automatisch oder manuell. Mit Captchas, Blacklist und nofollow-Attribut läßt es sich mittlerweile ganz gut leben. Vorher gab es immer so tolle Kommentare wie “Tolle Site, besucht mal meine Site unter www.xyz.de”. Sowas gehört gnadenlos gelöscht, Punkt. Wer auf einer Band-Website ins Gästebuch schreibt, der schreibt da über einen Gig, die aktuelle CD oder zumindest Grüße und nicht solche Hirnfürze mit Linkspam. Es waren die Spammer und ach so schlauen SEOs, die entsprechende Barrieren notwendig gemacht haben, also sollen sie auch nicht rumheulen.
Linkspam ist schmarotzerhafte Eigenwerbung, denn man könnte ja sonst beim Webmaster wegen Linktausch anfragen, so dass langfristig beide Seiten etwas davon haben.
Wenn man dann z.B. beim Googlen nach der angegebenen Domain und dem Wort “Gästebuch” oder “Blog” überall den gleichen Copy & Paste-Müll zu sehen bekommt, haut man solche Einträge noch viel lieber raus.
Am widerwärtigsten sind mir im vergangenen Jahr die Spammer von Metal-Dating aufgefallen, die wirklich überall ihre Grütze abgekotzt und für Spam im Mailssystem einer meimner Communities erstmal eine Abmahnung aufs Maul bekommen haben. Die würden von mir den Titel “Schmarotzer des Jahres 2006″ bekommen, zumal sie auch sonst nur bei anderen abkupfern und schmarotzen.
MfG
Daniel
Danke für den Tipp. Mir ist die Nofollow-Problematik zwar schon seit mehr als ein Jahr bekannt, aber ich habe bisher noch kein entsprechendes Plugin im Einsatz. Nun ja, soeben habe ich mal mit HeidiSQL ein Datenbankback-up von meinem wichtigsten Weblog durchgeführt und danach das Dofollow-Plugin installiert. Ich habe auch mal 60 Tage eingestellt.
Beim kommentieren - beispielsweise im Parteibuch - habe ich auch ab und zu mal darüber nachgedacht, ob es überhaupt sinnvoll ist in Bezug auf Nofollow. Im Ergebnis ist es mir egal, wie sich das auf die Bewertung bei Google auswirkt - ich kommentiere unabhängig davon.
Ich selbst suche übrigens meistens gar nicht über Google - also der Google-Bewertung messe ich nicht so unendlich viel Bedeutung bei. Selbst wenn die Mehrzahl der Besucher über Google kommt, was soll es. Ich arbeite nicht für die Suchmaschinen.
Also ich finde die Abgabe eines Kommentars ist mit so wenig Zeit verbunden, da ist das Kriterium Nofollow meiner Meinung nach so was von nebensächlich. Aber bitte, jeder hat andere Prioritäten.
Was mich aber bisher immer gestört hat: Selbst wenn ich als Administrator einen Kommentar in meinem eigenen Weblog schreibe (als Antwort auf einen anderen Kommentar), wird bei meinem eigenen Kommentar standardmäßig das Nofollow-Attribut gesetzt. Also da schützt WordPress den Administrator vor sich selbst. Das ist meiner Meinung nach nicht sinnvoll.
@ Meudalherr:
Genau das ist es: Wer inhaltlich etwas zu sagen hat oder diskutieren will, der ist durch nofollow in keinster Weise eingeschränkt. Eingeschränkt werden nur die, die alleine aus SuMa-Kalkül kommentieren - und das ist ja auch das Ziel von nofollow. Gute Inhalte finden ihre Leser unabhängig vom PageRank - eben durch persönliche Empfehlungen in Blogrolls oder Beiträgen mit Linkempfehlung in anderen Blogs. Wer durch Linkspam statt durch Inhalte “überzeugen” will, der findet nofollow natürlich schlecht. Ich halte diese teils geradezu hysterisch geführte Diskussion über nofollow für überflüssig.
MfG
Daniel
Welchen Sinn macht es Kommentare 60 Tage mit nofollow zu versehen? Wenn ich als Blogbetreiber einen Kommentar als Spam sehe, dann lösche ich den Kommentar doch gleich?
Warum also die 60 Tage?
@ Mario:
Damit setzt einerseits für Linkspammer kein Erfolg ein, während normale Kommentatoren sukzessive Backlinks erhalten. Einen generellen Verzicht auf nofollow halte ich für nicht sonderlich klug, da zwischen Absetzen des Kommentars und Löschen des Spams Google das Ganze schon gespidert haben könnte.
MfG
Daniel
@ Marcel
Nofollow=NoComment war von mir, nicht von Robert
Dein Zitat: “Vom Standpunkt eines SEO aus betrachtet, der einen Link nebst Trackback oder einen Kommentar nur deshalb abgibt, um einen Backlink für die Steigerung der eigenen Link-Popularität in Google zu bekommen, …”
Warum kommst Du denn auf so Verallgemeinerndes? SEO ist nicht gleich Kommentar-Spammer! Ich habe noch nie einen Kommentar aus dieser Motivation heraus geschrieben, scheint sich um klassisches Schubladendenken zu handeln? Richtiger wäre: “Vom Standpunkt eines Kommentators aus betrachtet, der …”
Insgesamt möchte ich nochmal verdeutlichen: Nofollow nutzt nicht gegen Spam - siehe z.b. hier bei Dr. Web, einem der immer noch überzeugten Nofollow Vertreter!
Gegen Spam helfen lediglich Anti Spam-Plugins & ggfls. eine zusätzliche manuelle Moderation!
Nofollow schadet ausschließlich der Vernetzung der Blogosphäre untereinander und untergräbt somit deren Suchmaschinen-Einfluss.
Auch irritiert mich immer wieder, mit welcher Selbstverständlichkeit die Nutzung eines zusätzlichen Plugins dargestellt wird. Ein sehr großer Prozentsatz der heutigen & zukünftigen Mainstream oder Newbie-Blogger haben Null Interesse an technischen Details & wollen einfach nur ein Webtagebuch schreiben.
Warum also die Bevormundung durch Blogbetreiber & Systeme, die diese quasi zu “Zwangs-Suchmaschinen-Erfüllungsgehilfen” machen? Zumal Google selbst sagt: “Erstellen Sie Webseiten für Leser, nicht für Suchmaschinen …”.
Nofollow nutzt jedoch ausschließlich Suchmaschinen, um ihren auf Backlinks basierenden Index zu bereinigen …
Ich kann es nur mantra-artig wiederholen - Nofollow hilft nicht gegen Spam - genausowenig wie Mail Spamfilter gegen Spam-Mails nutzen. Ich kann Dir bei Interesse gerne zig Nofollow-Blogs zeigen, die trotz Nofollow zugespammt sind. Spammer sind nicht nur Backlinkgeil, sondern nehmen auch einfach “nur” Traffic in Kauf
… und Dein Zitat: “Allerdings könnten auch SEO-Blogs nützlich für die Blogosphäre sein, wenn sie den Traffic, den sie bei Google anstelle der klassischen Medien abgreifen, auf die ihrer Meinung nach interessantesten Beiträge zum Thema in Blogosphäre verteilen. Das würde sicher auch die Akzeptanz von SEO-Blogs in der Blogosphöre erhöhen.”
Habe gestern Nacht mal angefangen eine Liste zu erstellen, in der unter anderem auch als Nebenaspekt Nofollow in Bezug auf deutsche SEO-Blogs untersucht wird - bin zwar erst bei Position 24 angelangt, habe bisher aber nur 2 mit Nofollow darunter gefunden. Das ist sehr signifikant unter dem Blogosphären Durchschnitt!
Die “ach so bösen SEOs” machen dmnach genau das, was Du Dir wünscht - u.A. auch deshalb, weil thematisch passende rausgehende Links das Google Ranking positiv beeinflussen, aber auch weil sie sich zumindest teilweise ihrer Verantwortung dahingehend durchaus bewußt sind! Naja, ich erklär Dir die tieferen Zusammenhänge auch gerne mal telefonisch, wenns Dich wirklich interessiert
@ Daniel
Sumas, speziell Google, sind schon seit langem der Gatekeeper zu online Informationen. Sie ermöglichen erst den Infofluss über die (in D immer noch sehr unterrepräsentierte) Blogosphäre hinaus.
“Wer durch Linkspam statt durch Inhalte “überzeugen” will, der findet nofollow natürlich schlecht.”
Was bitte hat das Eine denn mit dem Anderen zu tun?
Ich finde Nofollow sinnlos/schlecht und habe trotzdem meine, nach nur einem Jahr Bloggerei für die kleine SEO-Nische große Leserschaft, von etwa 2000 unique visits täglich aus Suchmaschinen über relevante Inhalte “eingesammelt”.
Die Blogroll Links & Empfehlungen (über die ich mich natürlich sehr/mehr freue) kommen erst jetzt “nachträglich” langsam dazu. Der Weg über die Suchmaschinen war jedoch der schnelleste & effektivste Weg dies zu erreichen & mir die entsprechende Popularität, bei an meinem Thema Interessierten, zu verschaffen.
@ Mario
… eben
Sehe ich auch so - eine manuelle Moderation ist unumgänglich (zumindest, wenn man über Sumas gefunden wird, wo auch Spammer ihre Daten einsammeln), von daher leuchten mir die 60 Tage auch nicht wirklich ein.
Wer sagt denn, dass nofollow Spam verhindert? Hat das jemals einer ernsthaft behauptet? Natürlich helfen da nur AntiSpam-Plugins, aber nofollow vereitelt oder schmälert zumindest den Erfolg des Spammens. Dass nofollow nicht stärker gegen Spam gewirkt hat, liegt vor allem an denen, die aus falsch verstandener Toleranz / “Brüderlichkeit” dieses Attribut eben nicht verwendet haben.
MfG
Daniel
@ Daniel
“Wer sagt denn, dass nofollow Spam verhindert? Hat das jemals einer ernsthaft behauptet?”
… sagt Google - das war das einzige Argument Nofollow einzuführen, siehe hier - es wurde auch nur von Suchmaschinen initiert, da es ausser denen in nem Blog niemandem nutzt
“Dass nofollow nicht stärker gegen Spam gewirkt hat, liegt vor allem an denen, die aus falsch verstandener Toleranz / “Brüderlichkeit” dieses Attribut eben nicht verwendet haben.”
Sehr theoretisch-idealistischer Ansatz … Du wirst in der großen Masse der Blogger immer ein paar Prozent haben, die es einfach nicht einsetzen wollen - das hat nichts mit falsch verstandener Toleranz zu tun.
Zum anderen lohnt es sich für Spammer auch (da nur ein Knopfdruck in entsprechender Software), wenn von 1 Mio angespammten Blogs auch nur 0,01 % an tatsächlichen Backlinks übrig bleiben - ist bei Mail-Spam nicht anders. Die rechnen in anderen Dimensionen als Du & ich
Mal abgesehen von dem Traffic, den diese auch über die mit Nofollow veröffentlichte Spam-Kommentare erreichen - allein das reicht Spammern schon aus.
Die Schwachstelle für Spammer sind Suchmaschinen (die nicht in der Lage sind Spamseiten auszusortieren), nicht Blogs!
Es helfen gegen Blog-Spammer ausschließlich Anti-Spam Plugins in Verbindung mit manueller Moderation. Das Sinnlos-Attribut hat in Blogs nach meinem Verständnis nichts verloren …
PS: würde mich ja schon interessieren, mit wem ich mich da gerade unterhalte - oder bist Du Geheimagent von Google
@ Frank: Warum gelingt es euch nicht, Matt zu überzeugen? Die WP-Chefentwickler sind der richtigere Adressat, aber die haben/hatten ihre Gründe für die Einführung von nofollow.
@Frank
Nofollow trägt meiner Erfahrung nach durchaus dazu bei, dass das Rauschen im Kommentarbereich geringer wird.
Wer kein Nofollow verwendet, zieht Kommentatoren an, die sehr wenig - oder eigentlich nichts - zum Thema zu sagen haben, aber trotzdem um des Backlinks Willen irgendwas sagen wollen. Als Spam würde ich diese Kommentare nicht unbedingt bezeichnen wollen, aber die Übergänge sind fließend bis hin zu manuellenm Spam, wie es richtig von Daniel aufgezeigt wurde.
Durch dieses erhöhte Rauschen im Kommentarbereich wird es schwieriger, die Kommentare von Leuten zu finden, die wirklich etwas zum Thema zu sagen haben und deshalb kommentieren. Gegen dieses erhöhte Rauschen durch wenig interessante Kommentare helfen keine Spamfiter, sondern allenfalls manuelles Redigieren der Links, so dass Nofollow hier meiner Meinung nach Mittel der Wahl ist.
@Mario
Du hast mcih überzeugt. Die 60 Tage waren eigentlich mal Ausdruck der Hoffnung, dass bei aktuellen Ereignissen SEO-getriebene Link-Kampagnen à la Ringfahndung an mir vorübergehen mögen. Tatsächlich habe ich mir schon lange keine besonderen Gedanken mehr zu nofollow gemacht. Und einige Blog-Kampagnen machen durchaus eine Menge Sinn. Deshalb habe ich nun das Age in meinem Nonofollow Plugin auf drei Tage runtergesetzt.
Vielleicht reicht ja der Hinweis darauf, dass ich eine Domain-Liste pflege, mit der ich alle Links zu einer Domain, deren Trackbacks mich stören, nachträglich mit Nofollow versehen kann, um das Rauschen durch sinnlose Kommentare mit Link möglichst niedrig zu halten. Mal schauen.
@ Frank:
Ich bin kein “Geheimagent” von Google, sondern Webmaster mehrerer Sites und Shops und kenne daher das Linkspam-Problem auch aus einer anderen Perspektive als nur den Blogs. Jede Site, die in den Suchergebnissen zu bestimmten Begriffen auf den ersten 2-3 Seiten landet oder eine Pagerank hat, wird automatisch und manuell zugemüllt. Linktausch ist das Eine und ein Geben und Nehmen. Linkspam hingegen ist nur asozialer Parasitismus, auch und vor allem an Projekten, wenn diese z.B. mit nicht wenig Geld und unzähligen eigenhändig verteilten Flyern und ähnlichen Dingen promotet wurden. Dann kommen da beispielsweise auf einmal gelangweilte Hartzer an, kupfern ab und spammen noch gleich beim Original rum. So in einem Fall passiert. Damit wird an der Geld- und Arbeitsleistung des Bespammten schlichtweg parasitär schmarotzt. Und deshalb gilt für mich bei Spammern und mit Spam arbeitenden “SEO-Experten” nur eines: Aussperren und gnadenlos Löschen. Und sofern was nachverfolgbar wird, sofort eine Unterlassungserklärung vom anwalt hinterher.
Mfg
Daniel
@Marcel:
“Außerdem nutze ich aufgrund der von mir im Bundestagswahlkampf 2005 gemachten Erfahrungen noch eine weitere selbstgemachte Funktion basierend auf einer Domainliste, womit Links zu bestimmten von mir wenig geschätzten Domains - beispielsweise Domains der Springerpresse - automatisch und unbefristet mit dem Nofollow Attribut versehen werden. Domains von netten Bloggern dagegen werden auf meiner Nofollow-Domainliste sicher nicht auftauchen.”
Das hört sich eigentlich vernünftig an, ist das also ein selbstgemachtes Plugin von dir? Wenn ja, kann man es haben
?
[…] Seine Zeit kann man auf verschiedene Weise verschwenden. Manche beschäftigen sich mit dem Erstellen unsinniger Kommentare, andere beschäftigen sich mit Nofollow und dem Löschen unsinniger Kommentare. Heute habe ich per E-Mail mal wieder Fanpost mit Betreff “Beitrag löschen” bekommen. Die E-Mail klingt furchtbar ernst: […]
[…] Die Zitate stammen übrigens aus der Diskussion auf mein-parteibuch.de, wo das Ganze auch komplett nachvollziehbar ist und ich in etwa 60 Tagen auch einen NO Nofollow-Backlink bekomme
Was diese automatisierte Backlink-Zeitbremse in einem Blog für einen Sinn machen soll, erschließt sich mir leider auch nicht, da Blogs (auch über Suchmaschinen) von Aktualität leben? Wer sich darüber hinaus nicht sicher ist, was denn nun Nofollow genau bei Suchmaschinen bewirkt, dem sei mein Kommentar von gestern Nacht zur Bewertung des Nofollow von Google empfohlen … Ich bekomme langsam immer mehr den Eindruck, daß sich die Nofollow Befürworter als eine Art Suchmaschinen-Erfüllungsgehilfen (um nicht einfach nur Egoismus zu unterstellen, wenn man z.B.damit argumentiert, nur “redaktionelle” Links ohne Nofollow zuzulassen “um die Kontolle zu behalten”) verstehen, anstatt dem für mich näher liegendem Blog-Community Gedanken zu folgen
Manuell moderiert werden muss so oder so, da auch die Anti-Spam Plugins nicht 100%-ig arbeiten - damit hat man doch auch die volle Kontrolle über Kommentar-Backlinks? Bin andererseits aber wirklich begeistert, daß sich schon einige von Nofollow getrennt haben und das Sinnlos-Attribut nicht mehr unterstützen! Danke an euch
So, jetzt reichts mir für die nächste Zeit erstmal (ausser das Wordpress Team “erbarmt sich” und entfernt das standardmäßig vorinstallierte Nofollow wieder
) zu dem Thema, da ich das blöde Wort Nofollow die letzten Tage min. 100-mal geschrieben habe … […]
@ Daniel
Schade, anonym macht diskutieren irgendwie keinen richtigen Spaß
Ansonsten bin ich natürlich ganz Deiner Meinung was:
“… Und deshalb gilt für mich bei Spammern und mit Spam arbeitenden “SEO-Experten” nur eines: Aussperren und gnadenlos Löschen. …”
angeht.
Wie bereits angedeutet, ich finde Spammer auch nur nervig und überflüssig wie nen Pickel am A…. - bin jedoch der Überzeugung, daß Nofollow gegen Spammer einfach sinnlos & ineffektiv ist und nur dazu “erfunden wurde” die potentielle Medien-Präsenz der Blogosphäre in Sumas zu beschneiden!
In unseren Kunden-Shops nutzen wir z.B. Nofollow, um internen “duplicate content” oder die Erfassung von Bestellvorgängen in Google zu vermeiden - da macht Nofollow dann sogar mal für mich Sinn
Fight Spam, not Blogs!
@ Frank:
Die Argumente ändern sich nicht dadurch, dass ich hier einen Briefkopf oder was auch immer reinsetze. Den Aspekt mit der vermeintlichen Beschneidung der Medien-Präsenz der Blogosphäre halte ich für Unfug, da Blogs seinerzeit nicht als Konkurrenz zu etablierten Medien gedacht waren, sondern als Ersatz für private Websites und ähnliches. Und im Vergleich dazu stehen die Blogs in den Suchmaschinen heute exzellent da. Die Spammer ärgern die Webmaster seit Jahrzehnten. Mit Plugins, nofollow, Spamfiltern und anderen Methoden ärgern wir die Spammer und vereiteln ihren Erfolg - fertig. Alles andere ist Gerede um den heißen Brei. Gerade die SEO-Szene hat es sich selbst zuzuschreiben, wenn sie häufig mit Spammern in einen Topf geschmissen wird, da sie teilweise die gleichen Methoden verwendet wie Spammer.
MfG
Daniel
@DaRockwilda
Ich werde mal schauen, ob ich das noch zusammenbekomme, wie das ging.
Plugin? Wilder Hack der Wordpress-Software Version 1.5.
@Daniel
Da möchte ich widersprechen. Blogs waren von vornherein gerade auch als Konkurrenz zu klassischen Medien gedacht, deren weite Verbreitung aufgrund der exzellenten Verlinkung untereinander gerade auch durch Google angedacht war.
Das Blogs bezüglich der Google-Positionierung gegenüber anderen Webseiten heute so exzellent dastehen, liegt ausschliesslich daran, dass Blogger sich untereinander gegenseitig verlinken. Eine konsequente Nutzung des Nofollow-Attributes für alle ausgehenden Blogs würde die gute Position in Google zunichte machen.
Es gibt aber tatsächlich auch noch andere Trafficquellen als Google. So ging die Grup Tekkan Welle beispielsweise vor allem per Mail rum.
@Frank
Dem stimme ich zu. Fight Spam - not Blogs. In der Praxis ist dann aber trotzdem noch die Abgrenzungsfrage zu lösen, was Spam eigentlich genau ist und wie man Spam von wertvollem Content oder wertvollen Links trennt.
@ Marcel:
Da sagt Wikipedia aber etwas anderes:
Ein Weblog, häufig abgekürzt als Blog, ist ein digitales Tagebuch. Es wird am Computer geschrieben und im Internet veröffentlicht. Es ist also eine Webseite, die periodisch neue Einträge enthält. Ein Blog ist ein Medium zur Darstellung des eigenen Lebens und von Meinungen zu oftmals spezifischen Themengruppen. Weiter vertieft kann es auch sowohl dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrung als auch der Kommunikation dienen und ist insofern mit dem Internetforum sehr verwandt.
MfG
Daniel
@Marcel:
“Ich werde mal schauen, ob ich das noch zusammenbekomme, wie das ging”
Okay, meine Mailadresse hast du ja.
@ Daniel
Wenn man nicht sehen will, daß Blogs defacto zu ernstzunehmenden Mitbewerbern der “traditionellen Medien” geworden sind, verstehe ich auch Deine bisherige Argumentation besser …
Wenn man es denn sieht, sollte man sich eben fragen, warum Nofollow (unter dem Deckmantel der Spam-Bekämpfung) nachträglich eingeführt wurde.
Die Argumente ändern sich natürlich nicht - ich möchte einfach gerne wissen, mit wem ich diskutiere. Mehr habe ich zu dem Thema auf der Basis nicht zu sagen …
Wie schon anderswo gesagt: Ich halte die Kritik an nofollow für wirklich verhärmt. Und ich verzichte zwar auf nofollow, weil Commentspam bei mir ohnehin keine Chance hat. Trotzdem halte ich mich weder für einen besseren noch für einen rückständigeren Menschen. Den Ansatz der chronologisch beschränkten nf-Links halte ich für gangbar, aber die bewertende Behandlung für übertrieben. SPD = follow, CSU = nofollow? I woaß net… Siehe auch http://www.roxomatic.de/1187
@ Frank:
Möglich, dass manche Blogs mittlerweile den “alten” Medien Konkurrenz machen, aber wozu sollte man da nofollow einführen? Spreeblick & Co. kennt seit der Jamba-Soku dort jeder, ebenso die blogbar so ziemlich jeder StudiVZ-Nutzer etc. Da waren es die Inhalte, die die Benutzer angelockt haben und nicht Linkspam, der nicht mit nofollow gekennzeichnet war. Und warum nofollow eingeführt wurde, ist klar: Damit den Spammern und “SEO-Experten” das Wasser abgegraben wird, die sich durchs Netz huren, um möglichst viele Backlinks zu eigenen URLs zu legen. Die schlechte Tat des Spammings soll keinen Erfolg bringen. Da eine Verschwörungstheorie zwischen Google und Wordpress & Co. in den Raum zu stellen, ist mehr als lächerlich. Suchmaschinen wie Google werden zugemüllt und die Blogs werden zugemüllt. Was liegt also näher, als den Spammern gemeinsam den Erfolg ihres Treibens mit technischen Mitteln auszutreiben? Dass in der SEO-Szene viele Spammer sitzen, die dort geduldet oder gar noch für ihren Erfolg gelobt werden, den sie mit Spamming haben, erklärt Deine Ablehnung gegen nofollow.
MfG
Daniel
@ Daniel
Da Du mich in einem verallgemeinerten Meinungs-Brei zur SEO-Szene einordnest und das als Erklärungsversuch für meine Ablehnung von Nofollow heranziehst, vermute ich einen sehr oberflächlichen Einblick (Black Hat versus White Hat) in´s SEO Business.
In meinem SEO Blog kannst Du nachlesen, wie ich zu SEO-Spamnasen stehe & dazu die entsprechende Contra-Stellung vertrete. Bin kein “anonymer Schattenblogger” und stehe offen & nachvollziehbar zu meinen Ansichten
@ Marcel
Die Trennung Spam/NoSpam Kommentar ist auch für mich ein “Problemchen”.
Ich entscheide es bei jedem neu freigeschalteten Kommentar (max. 20-30 täglich, meist nur weniger 10) individuell nach Kommentar-Inhalt & Backlink Ziel.
Im Zweifel wird bei mir komplett entlinkt, aber der Inhalt stehengelassen und die ursprünglich verlinkte Domain als Text angefügt. Vereinzelt greife ich auch in die Namensgestaltung nachträglich ein (wenn mal wieder einer mit “Tintenpatronen billig” oder so nem Käse als Name auftritt, aber nen sinnvollen Kommentar abgeliefert hat) und verlinke mit Vornamen/URL aufs Impressum der Zielseite.
Ohne Fleiss & manuelle Eingriffe kein inhaltlich gut gepflegter Blog - ist zumindest meine zeitraubende Erfahrung nach 14 Monaten Newbie-Bloggerei
Gefunden im Internet
Irgendwie hast du Recht. Und schaden wird ein dezentes nofollow auch nicht. Also hab ich es mal gemacht. Als Spamschlucker säge ich mir damit allerdings am eigenen Ast hmmm
Noch eine nette Verschwörungstheorie zur Thematik: Der no-nofollow.net schreint unter “Was könnte wirklich hinter nofollow stecken?”
Es ist ein offenes Geheimnis: die Suchmaschinen sind durchtränkt von Blogs in den ersten Suchresultaten. Der Grund liegt auf der Hand. Blogs werden häufig verlinkt und machen dies untereinander stets mit passenden Linktexten. Das A und O für ein gutes Ranking innerhalb der Suchmaschinen. Ausserdem verwenden viele Blogs ModRewrite und dadurch eine schöne (von Suchmaschinen heissgeliebte) URL. Die Blogs in den vorderen Rängen könnten vielen Suchmaschinen ein Dorn im Auge sein. Man gibt ihnen somit ein hübsches Attribut, verkauft dieses als Lösung für alle Spam-Probleme und schafft sich somit die Blogs aus dem Ranking. Die Blogger katapultieren sich sogar selbst raus! Welch genialer Plan!
http://www.no-nofollow.net/
Geschrieben von Spamschlucker am 26.01.2007, 12:40
Übrigens habe ich oben auf dem Internet geschaut und ich habe einige Werkzeuge gefunden, die abkühlt wirklich, um die Positionierung der Konkurrenz, sowie das Sehen ihrer umkippen und Tricks zu überwachen sind. Wenn du interessiert bist, riet ich zu dir habe einen Blick. Er scheint, daß sie frei sind: http://www.lineared.com/es/recuperar/positionierung-google-msn-yahoo-disco-duro.htm
@ann
Was ist das denn für ein deutsch?
Ich denke da soll nur ein Backlink abestaubt werden