Die Springer Presse beginnt über Blogs zu schreiben. Und zwar sowohl in den Blättern für die Leserschichten, die schon mal ein Fremdwort gesehen haben, als auch in der Straßenpresse. Der Tenor der Springerpresse ist allen Veröffentlichungen gleich: Blogs sind ein langweiliges Hobby für Schüler und Freaks. Bildblog dagegen wird ignoriert.
Die Berliner Morgenpost titelt zum Bloggen: “Alter Wein in neuen Schläuchen”. Im Artikel schreibt die Morgenpost dann: “Während der Lesung wurde deutlich: Bloggen, egal auf welchem Niveau, ist ein Hobby, aber keinesfalls eine Kulturrevolution.” Als Belege der Belanglosigkeit werden der Blog von John Kerry aus den USA und Blogs von Schülern genannt.
Auch die Bildzeitung schreibt über Blogs, wie Nico in seinem Blog gestern berichtete. Dabei wird den Lesern empfohlen, möglichst eine abgeschottete Community wie MSN Spaces zu benutzen, die Blogger auf kleine Leserschaften beschränken. Schließlich schreiben Blogger ja öffentlich, damit es keiner liest. So erreicht man dann auch sicher keine 12 Mio Leser monatlich, die der Politblog Daily Kos, eines der Vorbilder für diese Seite, in den USA derzeit hat.
Das käme der Springer Presse gerade recht, wenn Blogs keiner liest, dann entsteht da auch keine Meinung, die sich gegen die Springer Presse und die von ihr betriebene Stimmungsmache für die CDU richten könnte. Liebe Springer Leute: Für wie blöd hält die Bild ihre Leser eigentlich?
Systematisch von den Artikeln Springer Presse ignoriert wird der erfolgreichste und renommierteste deutsche Blog, der BILD blog, der laufend über die Lügen in der Bildzeitung - Springer’s Boulevard - Kampfblatt - berichtet.
Abschließend kommt die Morgenpost zum Schluß: Bloggen ist Quatsch wie Blogmeetings, wo Teilnehmer lustvoll über Permalinks, Flamewars und Trolle fachsimpeln. Dazu möchte ich hier dann auch einen Beitrag leisten:
Ich rufe dazu auf, sämtliche ausgehende Links zu Webseiten der Sprinerpresse mit Nofollow Attributen zu versehen, damit unsere Links zur Springerpresse diese nicht in Google pushen. Also etwa so <a rel=”nofollow” href=”Springerpresse”>
Mit Journalismus hat die Linienpropaganda des Springer Verlages nichts zu tun. Die Unparteilichkeit der Springerpresse erinnert mich allenfalls an die journalistische Unabhängigkeit in der DDR. Springerpresse: Alter Wein in alten Schläuchen.
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Par·tei·buch n. Heft mit persönlichen Daten und Mitgliedsnummer zum Beweis der Mitgliedschaft in einer Partei


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Tja, SPON ignoriert ja auch , wenn auf Davids Medienkritik mal wieder aufgebröselt wird was sie von der Washington Psot abgeschriebeben haben, und was nicht…
Wer oder was ist denn SPON?
SPiegel ONline
Blog killt Karriere?
Nun hat sich auch die Welt um Kopf und Kragen geplaudert in einem langweiligen Artikel über die Gefahren beim Bloggen:Weblog killt Karriere - Fälle wie dieser mehren sich. Mit dem Siegeszug der Internet-Tagebücher, kurz Blogs genannt, kommen jetzt d…
Welt: Um Kopf und Kragen geplaudert
Der Artikel ist schon anders geschrieben, macht aber Blogs genauso runter. Da sag noch einer, da steckt keine zentrale Entscheidung in der Führungsetage von Springer hinter. Der Artikel klingt für mich, als ob das eine Drohung vor allem gegen die Mitarbeiter im eigenen Haus sein soll. Man stelle sich vor, dass in Zukunft Mitarbeiter der Springerpresse frisch von der Redaktionskonferenz bloggen.
Etwa könnte ein Redakteur bloggen:
Man, was geht mir der Chef vom Dienst auf die Nerven, wie soll ich denn immer neue Sachen finden, die die Sozis schlecht machen. Und dann auch noch so, dass die Leser nicht merken. Mein Gott, so doof können die Leser doch gar nicht sein. Und was die Angela ihre Assistentin hier im Redaktionsbüro bloß ständig will - nervtötend. …
Mich stört auch manches an der Springer-Presse: Ihre CDU-Nähe ebenso wie ihre Nähe zum Katholizismus. Das ist für mich aber kein Grund, die WELT zu ignorieren. Ich denke auch, dass der Artikel in der Morgenpost nicht schlechter ist als die meisten anderen, ähnlichen Artikel – und zuletzt noch dies: die so genannten Blogger haben doch wirklich selbst schuld, wenn immer die gleichen Gestalten auf Veranstaltungen auftauchen und dort über technischen Firlefanz reden – und leider auch immer wieder davon, wie großartig und einmalig sie doch sind – das nervt auf Dauer jeden, nicht nur Journalisten.
Nähe ist gut gesagt. In den Blättern der Springerpresse wird jeder einzelne Artikel daraufhin geprüft, ob er der Linie der Parteiführung entspricht. Fast schon komisch finde ich die Vorstellung, dort könnte ein Redaktionsleiter sitzen, der abwägen muß, ob ein politisch nicht der Linie entsprechender Artikel nun gegen Bakschisch gedruckt werden kann, oder nicht.
Dass die dann auch noch so tun, als seien die Unparteiisch oder Unbestechlich, finde ich sehr befremdend. Wenn man sie als Ersatz für eine vernünftige Parteizeitung der CDU liest und sich bei jedem Artikel fragt, wer den bezahlt hat, dann wird sogar die Springerpresse lesbar.
tjaja nicht umsonst gehen merkel und die springer gerne mal nen kaffee trinken… und das nicht gerade selten. auch liz mohn ist merkel sehr nahe und alice schwarzer bieder sich förmlich an.
soll heissen: die mediale macht liegt momentan bei der cdu und wir werden noch viele interessante merkel-kritische artikel mitverfolgen dürfen. *ggg*
Wenn die Jungs von der CDU das so platt machen würden, dann hätten sie auch schon verspielt. Aber der Chef von ProSiebenSat1, Guillaume de Posch, war ja gerade Hauptredner bei Angie und der CDU und hat seinen Preis genannt.
Bei Sat1 hat doch auch der Kohl “als Berater gearbeitet” und wer die anonymen Spender waren, will der Kohl immer noch nicht sagen. Ein Schelm, wer böses denkt.
springer ist momentan der wahrscheinlichste käufer für prosiebensat1…
“Nähe ist gut gesagt. In den Blättern der Springerpresse wird jeder einzelne Artikel daraufhin geprüft, ob er der Linie der Parteiführung entspricht.”
Ah, dann entspricht also die BILD-Schlagzeile vom Samstag “CDU Raffke schnorrt im Hotel” also der CDU Parteilinie ?
“Fast schon komisch finde ich die Vorstellung, dort könnte ein Redaktionsleiter sitzen, der abwägen muß, ob ein politisch nicht der Linie entsprechender Artikel nun gegen Bakschisch gedruckt werden kann, oder nicht.” Nun, Bakschisch von der SPD wäre die einfachste Erklärung für die Samstags Schlagzeile. Und ist nicht ein ehemaliger BILD Chefredakteur ein Unterstützer von Schröder ?
;) FNORD !
Ob den Thorsten Thümler vielleicht jemand in der CDU wegen etwas ganz anderem abgeschossen hat? Der Artikel also möglicherweise eine Säuberungsaktion im eigenen Lager war? Der Rücktritt kam zackig und der Rückhalt in der eigenen Partei war Null.
Das ist natürlich auch eine einfache Erklärung, eine Säuberungsaktion, bei der die Partei einen fallen lässt und dann per BILD Exicutiert.
Donnerwetter, sowas hätte ich nur der SPD zugetraut.
Ja, so geht das einem kleinen Licht wie mir, ich frage mich oft, sind die wirklich so blöd, oder tun die nur so. Und dann sitze ich da und grüble, ob ich eher an die Dummheit oder an die Bosheit im Menschen glauben soll.
Was die CDU betrifft, so glaube ich an beides, die DUmmheit und die Bosheit. Das macht die Abwägung nicht eben leichter.
Thorsten Thümler hatte sich schon am Samstag für sein Verhalten entschuldigt, ist aus dem DJV ausgetreten und war völlig mit den Nerven runter. Der Bild-Artikel kam erst dannach!
Der eigentliche Skandal ist das Verhalten des DJV-Vorsitzenden Michael Konken (www.michael-konken.de). Wer den Presseausweis missbraucht fliegt raus (Panorama/Zapp Interview) und es wäre ein bedauerlicher Einzelfall! ROTFL
Der DJV betreibt eine eigene Service GmbH, welche hauptsächlich Rabatte für Journis ausbaldowert oder aushandelt.
Nicht weniger skandalös ist, dass es völlig normal ist, falls sich Reisejournalisten auf Kosten der Veranstalter durchfressen und dann “objektive” Berichte schreiben sollen. Ich lese ständig vom schlechten Essen und den verdreckten Pools.
Der Gipfel ist dann die Dreistigkeit der Verleger und besonders der Springerpresse, die Reisejournalisten kein vernünftiges Honorar bezahlen und natürlich auch die Spesen verweigern.
Als es noch echten Journalismus gab, finanzierten die Verleger die Reisen und man war stolz auf objektive Berichterstattung.
Scheiss Doppelmoral
Was die CDU betrifft, so glaube ich an beides, die DUmmheit und die Bosheit. Das macht die Abwägung nicht eben leichter.
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das ist schon bemerkenswert, einer demokratischen partei sowas zu unterstellen. vorallem auch mal pauschal allen 570.000 migliedern.
[…] ann. Zu der Geschichte über Geiz-ist-geil Thorsten Thümler gab es beim Beitrag über die Springer Kampagne gegen Blogs einen […]
[…] Die Hobbygolferin Martina Krogmann gehört zu den klügsten Köpfen der CDU und zudem sieht die Martina auch noch besser aus als das Angela Merkel. Martin hat auf der Journalistenschule des Verlages der Bildzeitung, also beim Axel-Springer-Verlag, Journalismus gelernt. Später hat sie politische Wissenschaften und VWL studiert und über transatlantische Außen- und Sicherheitspolitik promoviert. Inzwischen ist Martina Krogmann Internet-Beauftragte, Mitglied im Vorstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und sitzt für die CDU in so ziemlich allen Gremien der neuen Medien, wo es irgendeinen Sessel für die CDU zu besetzen gibt. Wikipedia weiß über Dr. Martina Krogmann außerdem zu berichten, dass sie 2003 mehr rechtliche Mittel gegen Spam forderte und ihr 2004 vorgeworfen wurde, ihre Wahlkreismitarbeiterin illegal in der Geschäftsstelle ihres CDU-Kreisverbandes beschäftigt zu haben. Nun gut, sie ist in der CDU, da muß man oder frau das ja so machen wie alle in der CDU, weil frau sonst als blöd gilt. Dass Martinas Anti-Spam-Ideen regelmäßig zu kurz greifen, weiß wikipedia leider nicht. […]
[…] Kurz nachdem ich den Anruf von der selbstbewußten und freundlichen Bianca bekommen habe, kam dann schon wieder ein Anruf. […]
Hallo,
zu nofollow ist allerdings zu sagen, daß es darüber sehr unterschiedliche Ansichten gibt. Ein Link dazu findet sich im E-Business Weblog/Newsfeed.
Gruß
Sag, mal Thomas, was ist denn mit Deiner Webseite gibts-auch.de? Ausgehende Links zu nicht vorhandenen Webseiten mag ich eigentlich gar nicht.
Und in roell.net findet sich kein Artikel zu nofollow, der findet sich erst hier bei einfach persönlich.
Wieso linkst Du denn da nicht direkt hin? Nun gut, das mach, wie Du willst, aber Links auf nicht existierende Webseiten verwirren bloß die Besucher.
Hallo,
Entschuldigung, werde es beachten.
Gruß
@Thomas
Ich möchte mich auch entschuldigen, wollte Dich nicht blöd anmachen. Du kannst natürlich auch gern roell.net oder was anderes existierendes als URL für Deine Comments eingeben.
[…] Interessant ist, was der umtriebige Eberhard Diepgen, dem immer beste Kontakte zur Springer-Presse nachgesagt wurden, heute macht. Eberhard Diepgen von der CDU berät einen Immobilienfonds, macht also schon wieder mit Immobilien in großem Stil rum und, ich wollte es erst nicht glauben, er kandidiert für die CDU in meinem Bezirk Berlin Neukölln für den Bundestag. Gehässig wäre nun sicherlich, Eberhard Diepgen zu fragen, ob er auf die Immunität eines Bundestagsabgeordneten besonderen Wert legt. [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] Und natürlich ist ein ganz wichtiger Grund dafür, mich für den Ditmar Staffelt einzusetzen, dass der Gegenkandidat der CDU bekannt ist: Berlins Super-Pleite Ex-Regierender Eberhard Diepgen aus Zehlendorf, der meiner Ansicht nach eher mit zu seinen Kumpels von der CDU auf die Anklagebank in Moabit gehört als in den Bundestag. Bei Eberhard Diepgen, der traditionell die Springer Presse hinter sich weiß, gibt es keine Verbindung zu einer Sekte wie Scientology, dafür war der Eberhard Diepgen mal Mitglied in einer schlagenden Verbindung, genauer der Burschenschaft Saravia zu Berlin. Das macht ihn mir wahrlich nicht sympatischer. Das ist eigentlich ein guter Anlaß, das Thema Schlagende und Nichtschlagende Verbindungen mal hier in Mein Parteibuch kritisch zu beleuchten. Und obwohl der Eberhard Diepgen als Regierender Bürgermeister zumindest die politische Verantwortung für die Mega-Bankenpleite durch die Immobilienfonds trägt, macht der Pleite Ebi schon wieder in Immobilien. Er arbeitet nun für den Österreicher René Benko, der einen so dubiosen Immobilienfonds hat, dass anscheinend von dem selbst Landsleute in Innsbruck wegen fehlender Transparenz nicht einmal ein Einkaufszentrum wollen. Und genau für diesen René Benko und seine Immofina Holding, für den ist nun der Eberhard Diepgen in Berlin als Berater tätig. Dass er in dieser Funktion dem Österreicher René Benko dabei helfen soll, möglichst billig an Berliner Wohnungen ranzukommen, oder anders ausgedrückt, dafür sorgen soll, dass die Berliner Wohnungen möglichst billig verscherbelt werden, liegt wohl auf der Hand. Und nicht in Deutschland fragt man sich: woher hat der jungsche René Benko eigentlich seine Zig Millionen Eigengeld? […]
[…] Ich informiere mich lieber aus unabhängigen Blogs, wo ich mir den Autor selbst aussuche, der mir die Nachrichten und die Welt präsentiert. Blogs mag die Springer Presse übrigens, wie es scheint, gar nicht. [Trackback URI] [Permalink] […]
man soll garnicht glauben wie aktuell günter wallraffs “der aufmacher ” und ” ganz unten”
immer noch sind. da wird einem ja angst und bange. dann noch die verschmelzung von springer und pro7 etc. davon abgesehen , das unser fernsehprogramm eh zu wünschen übrig lässt . was schauen wir denn dann noch? am besten garkein fernsehen mehr. haupsache springer biegt durch seine fast allmacht nicht
die ganze brd so hin wie er sie haben möchte.
liegt wohl an uns das zu verhindern………!
mfg Sven
P.s. bin übrigens bekennender shifttastenverweigerer
Hallo Sven,
deshalb: kein Fernsehen gucken, Blogs lesen!
;-)
viele Grüße und schönen Sonntag, Thomas
Hi Thomas ,
mach ich doch schon
.
Mein Parteibuch ist mein 4ter Blog in meinen Lesezeichen. Zur (Trauer) Feier der Tages mal mit Shift. Urlaub zuende.
MfG Sven
[…] Eine auf Golem veröffentlichte Umfrage unter Führungskräften von PR-Agenturen und Pressestellen bestätigt nun, was ich Katzenbild-Blogger schon immer wußte. Nach gründlichem Studium der Springer-Presse erklärten die Führungskräfte der Marketingindustrie, dass Weblogs eine Modeerscheinung oder irrelevant sind. Jeder fünfte hat sich ohnehin mit dem dem Thema nicht einmal auseinandergesetzt. […]
[…] Richtig Klasse finde ich von Gerhard Schröder, dass er nicht unbedeutende Moderatoren attackiert, die Probleme mit ihrem Arbeitgeber bekommen würden, wenn sie ihm recht gäben, sondern gleich den Chef höchstpersönlich und vor laufender Kamera angeht. Ich bin mal gespannt, ob die Diskussion über die Medien auch wegen der Kritik von Gerhard Schröder an Nikolaus Brender in der Blogosphäre Fahrt aufnimmt. Nikolaus Brender ist übrigens aus meiner Sicht im Vergleich zu anderen Journalisten wie Politik-Chef Claus Christian Malzahn von Spiegel Online oder die Journallie der Springer Presse beinahe noch ausgewogen zu nennen. [Trackback URI] [Permalink] […]
[…] Eine ältere Episode in der Soap “Die Blogosphere und das Real Life” stellt die Geschichte damals mit dem Springer Verlag da. Damals war der Springer Verlag sehr bedacht den Tenor Blogs sind ein langweiliges Hobby für Schüler und Freaks. zu verbreiten (via “Mein Parteibuch”). Vermutlich ein verzweifelter Versuch sich gegen die zunehmende Wirkung der Aufklärungsarbeit (so sehe ich das) die das BILDblog leistet, dass zur Zeit etwa 30.000 Besucher täglich verzeichnet, zur Wehr zu setzen. Immerhin beschäftigte sich die BILD mit dem Thema Weblogs in Form von “Aufklärungsarbeit”, aber mit einer subtilen Form von Destruktivität. Nico brachte das damals auf den Punkt. Ob man das, oder auch den Beitrag der Berliner Morgenpost, als Angst auf das eigene Metier werten darf? […]