Eigentlich mag ich ja die frauenpolitische Karte überhaupt nicht. Wenn Milliarden an Steuergeldern für “Genderforschung” ausgegeben werden, wo unter anderem einem Jungen versucht wird, einzureden, er hätte weibliche Geschlechtsorgane, dann empfinde ich das nicht nur als eine Verschwendung von Steuergeld, sondern geradezu pervers.
Mir gefallen hingegen Frauen, die so selbstbewusst sind, dass sie nicht glauben, Männer imitieren zu müssen. Gabriele Pauli erteilt Spitzel-Ede Edmund Stoiber und der Frauen-Union der CSU gerade eine Lektion darin, wie so etwas mit Charme und Verstand in der Praxis aussieht.
Nachdem Gabriele Pauli sehr zum Missfallen von Edmund Stoiber ein bisschen freie Meinungsäuerung mit einem Blog und einem Forum in die CSU gebracht hat, hat Edmund Stoiber nach der blinden Spitzel-Attacke gegen Gabriele Pauli vergeblich versucht, sich mit Michael Höhenberger als schmerzhaftem Bauernopfer aus der Affäre zu ziehen. Während die Blogosphäre bis auf wenige Ausnahmen die Revolte in Bayern verpennt hat, haben Politiker und Zeitungen rund um Nürnberg dafür gesorgt, dass aus der Spitzel-Affäre von Edmund Stoiber ein regionalpatriotischer Showdown Franken gegen Bayern wurde.
Falls Edmund Stoiber gedacht hat, die regionalpatriotische Posse würde sich irgendwann durch mangelnde Aufmerksamkeit in den Medien von selbst erledigen, so muss er nun bitter erkennen, dass er sich getäuscht hat. Nach einer im Blog von Gabriele Pauli zitierten Tagesschau-Umfrage meinen 90% aller Befragten, Edmund Stoiber müsse die politischen Konsequenzen übernehmen. Ganz ähnlich sieht es in Bayern in der Frage der Urwahl des CSU-Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten aus. Und Gabriele Pauli, die ganz zufällig einen Doktortitel in politischer PR hat, macht nun ernst. Mit dem Vorwurf, Edmund Stoiber käme mit kompetenten Frauen auf gleicher Augenhöhe nicht richtig klar, zieht sie nun die frauenpolitische Trumpfkarte der politischen Kommunikation, die Edmund Stoiber schon 2002 gegen Gerhard Schröder um die Kanzlerschaft gebracht hatte.
Dass die CSU Europaministerin und Frauenunion-Vorsitzende Emilia Müller sowie Bayerns Frauenministerin Christa Stewens Edmund Stoiber durch devote Danksagungen für ihre Listenplätze zu verteidigen versucht haben, hilft Edmund Stoiber nicht wirklich aus der Klemme. Nachdem die Fraktionsvorsitzende der Grünen im bayerischen Landtag, Margarete Bause, die Frauenunion der CSU als Liebfrauenunion bezeichnet hat, versteht wohl jede Frau in der CSU, ohne dass Gabriele Pauli dazu etwas sagen müsste, dass sie sich selbst Gedanken machen darf, ob in der CSU eher Emilia Müller oder eher Gabriele Pauli für Emanzipation, Gleichberechtigung und Gleichstellung steht.
Es sieht ganz danach aus, dass Edmund Stoiber politisch erledigt ist. Während der Berliner Kurier noch vorsichtig schreibt, Stoiber sollte abdanken, titelt die Thüringer Allgemeine heute bereits Ende der Äh-äh-Ära. Und dann ist Gabriele Pauli anscheinend auch noch bei Sabine Christiansen eingeladen.
Neugierig bin ich, ob es nach der Landtagswahl 2008 in Bayern ein Kabinett Pauli geben wird, und wenn ja, ob da der oft verschmilzt grinsende Franke Günther Beckstein drin vertreten ist, mit dem Gabriele Pauli vor Weihnachten öffentlich im Gespäch - nein, nicht dieses fiktive Gespräch - ja so gar nicht auf einen Nenner gekommen ist.
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Ich glaube, du vergisst die Selbstheilungskräfte der CSU. Denk mal an den Granden, nach dem der Münchner Flughafen benannt wurde, über dessen Tod ich gar nicht weinen kann… Solange der Stoiber noch über ordentliche Netzwerke verfügt, ist er nicht verloren. Und mit der Gesundheitsreform hat er auch mal wieder ein Thema, über das er ordentlich poltern kann. Er stand schon viel zu häufig vor dem Aus. Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich seinen Rücktritt möchte, ihn kann ich einschätzen. Mir wäre es eh am liebsten, wenn dieser unsägliche Beckstein zurück träte.
Zur Pauli: du hältst es für möglich, dass es 2008 ein Kabinett Pauli geben wird?!?! Soweit ist die CSU noch nicht. Ein Mann, auf jeden Fall, verwurzelt in den boarischen Stüberln und Sitten.
Ich begrüße die Aktivität von Gabriele Pauli sehr.
Ob sie sich in der verkrusteten CSU aber weiter halten kann, wage ich doch sehr zu bezweifeln.
Wie es jeder geahnt hat, hat der Amigo Clan den Alten als Spitzenkanditaten bestätigt.
[…] Alois Glück ist unglücklich darüber, dass Radio Transparency es heute gewagt hat, ein gefälschtes Interview mit Alois Glück in Umlauf zu bringen. Vor einigen Tagen wurde im Parteibuch Forum ein Artikel von Radio Transparency mit dem Titel Stoiber und die Frauen gepostet, der sich auf die Unterstützung von Edmund Stoiber durch die Liebfrauenunion bezog, und nun hat man sich beim Landtagspräsidenten so gedacht, dass ich ihm vielleicht sagen würde, wer das Radio Transparency zum Showdown von Gabriele Pauli und Edmund Stoiber macht. Na sowas! […]
Die Deutsche Leitkultur braucht alle seine Buchstaben.
Die Deutsche Leitkultur braucht seine Klarheit.
Die Deutsche Leitkultur wird den Held retten.
Bayrisches Drama in x Aufzügen
Das politische Drama um den bayrischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Edmund Stoiber scheint kein Ende finden zu wollen. Dabei scheint eigentlich gar nicht so klar, wann denn der Mehrakter um den Niedergang des bayrischen Sonnenkönigs Ludwi…
Hoffentlich bleibt Stoiber noch eine Weile. Denn so wie der Typ drauf ist, schadet er seinen schwarzen Buben mehr als er ihnen nützt.
Mächtige autoritäre Systemen sind am Einfachsten von innen zu schwächen. Das hat man in der SU so erlebt, Bush macht es gerade vor und Stoiber wird uns zeigen, dass es in der bajuwarischen Provinz auch funktioniert. Und wenn dann so Typen wie Beckstein oder Huber nachfolgen sollten, sehe ich echt gute Chancen für die anderen Parteien in Bayern.
Aber man soll die Sache auch nicht überschätzen. Eine personell erneuerte und etwas aufgefrischte CSU kann noch lange regieren …
Die CSU kann jetzt auch nicht regieren.
http://www.focus.de/politik/deutschland/csu-vorsitz_nid_43465.html
Kommentar:”Viel Vertrauen neu gebildet”
durch pausenloses gut übereinander reden? Zuerst die Bereitschaft zur totalen Realitätsverweigerung durch einen Selbstverdummungsspruch erklären, um sich leichter gegenseitig ins Gesicht lügen zu können. Dann glauben, es habe sich viel Vertrauen neu gebildet wird, in dem das vorhandene Misstrauen ganz ausgeblendet wird, über das durch pausenloses gut übereinander reden nur hinweggetäuscht wird. Weiter erinnere ich Stoiber an die Totale Unterstützung , die ihm zugesagt wurde und wie er kurz darauf von Beckstein und Huber intrigant aus dem Amt gedrängt wurde. Im Moment geniesst er die Rolle als verblendeter Schiedsrichter. Da kann man bekanntlich Tatsachenentscheidungen treffen, auch wenn sie noch so verkehrt sind. Der Captain Future Stoiber leidet nach wie vor an totalem Realitätsverlust.