Auf meinen offenen Brief an die International Police Association (IPA) zum Thema rechtswidriges Cold-Calling durch Partner der IPA, den ich vor drei Monaten geschrieben habe, habe ich keine Antwort bekommen. Verwundert habe ich einen Monat später meinen Genossen, den Berliner Innensenator, Ehrhart Körting gefragt, was er davon hält, wenn Polizisten während ihres Dienstes Tätigkeiten für die IPA ausführen, aber auch Ehrhart Körting hat mir nicht geantwortet.
Vor gut einem Monat hatte ich dann mit den “Beitrag über IPA, IV-Verlag, Politiker, Cold-Calling und vermutlich ziemlich lukrative Geschäfte mit ziemlich xxxxxxxxx Anzeigen” veröffentlicht. Dabei ging es um Fragen wie, welchen Wert Anzeigen in den Publikationen der IPA-Partnerverlage für die Werbetreibenden haben, wie viele Exemplare über die Belegexemplare hinaus wohl gedruckt und verteilt werden, wieviel Geld mit den Anzeigen wohl verdient wird und Fragen dahingehend, wo das viele Geld wohl bleibt.
Nachdem sich der IPA Vertragsverlag IV-Verlag nun bei mir per Abmahnung zu Wort gemeldet hat, habe ich einen Hinweis auf ein Grußwort von Ehrhart Körting in einer IPA Zeitschrift, dem Berliner IPA-Forum 2005 (pdf - 7,4MB), bekommen. Genosse Ehrhart schreibt dort im Grußwort auf Seite 3:
Die von der IPA verfolgten Ziele waren daher schon immer zukunftsweisend und können aufgrund ihrer anhaltenden Aktualität als zeitlos bezeichnet werden. In diesem Sinne wünsche ich der IPA Landesgruppe Berlin für ihre künftige Tätigkeit, dass sie den beschrittenen Weg konsequent und erfolgreich weiter verfolgt.
Ich glaube, damit erübrigt sich meine Frage, was Ehrhart Körting davon hält, wie Polizisten während ihrer Arbeitszeit dafür sorgen, dass unrühmlich auftretende Verlage aus dem Bereich der IPA in Berlin mit dem werblichen Miss Gebrauch des Wortes Polizei viel Geld verdienen. Es stellt sich mir nun aber um so dringlicher die Frage, wo das viele so verdiente Geld wohl bleibt.
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“Die von der IPA verfolgten Ziele”, wie sie sich auf dem Papier darstellen, sind ja vielleicht löblich. Daraus, dass Körting sich mit einem Vorwort zitieren lässt, lässt sich noch nicht gerichtsfest zwingend schließen, dass Körting etwas von der Praxis weiß und sie gut heißt oder gar finanziell daran interessiert ist. Für eine Einstweilige Verfügung aus Hamburg würde der obige interessante Bericht leider schon wieder genügend Anlass geben.
Ich würde keine Antwort provozieren, Marcel, sonst kommt sie nachher wieder via Abmahnung. Gleichzeitig wundere ich mich, warum man einerseits Fun-Shirts mit der Aufschrift “Polizei” verbot, während Verlage mit dem Begriff “Polizei” im Namen problemlos ihren wie auch immer gearteten Geschäfte nachgehen können…
MfG
Daniel
[…] Nachdem der Beitrag über IPA, IV-Verlag, Politiker, Cold-Calling und vermutlich ziemlich lukrative Geschäfte mit ziemlich xxxxxxxxx Anzeigen eine kleine Einführung in den Problemkreis der hoch angesehenen International Police Association (IPA) und ihr nahestehender Polizeiverlage wie dem IV-Verlag oder dem NVK Verlag geboten hat, habe ich nun gestern erklärt, dass ich vorerst wohl auf eine Antwort von Ehrhart Körting auf meine Fragen verzichten kann und mich stattdessen der Diskussion finanzieller Fragen widmen möchte. […]
[…] Vor inzwischen gut drei Monaten hatte ich einen offenen Brief an die International Police Association (IPA) geschrieben, in dem ich ein paar Fragen zum Telefonterror durch Partnerverlage der IPA wie den NVK Verlag gestellt hatte. Stutzig gemacht hatte mich, dass der NVK Verlag zum Vertrieb von Anzeigen, zu deren Wert ich mich nach einer Abmahnung durch den IV-Verlag nicht äußern möchte, in Broschüren, zu deren gedruckter Auflage ich mich ebenfalls nicht äußern möchte, ein Empfehlungsschreiben eines richtigen Polizisten mit dienstlicher Telefonnummer vorgelegt hat. Die IPA hat auf meine Fragen genauso wenig geantwortet wie mein Genosse, unser Berliner Innensenator Ehrhart Körting, den ich gefragt hatte, ob er die Nebentätigkeit der Polizeiangehörigen für rechtmäßig und politisch erwünscht hält. Gestern wurde hier jedoch von jemandem unter dem Namen Christian Kurek ein denkwürdiger Kommentar gepostet, auf den ich nun mal näher eingehen möchte. […]
[…] Nachdem ich durch Cold-Calling unfreiwillig mit einem Anzeigenwerber für einen NVK-Verlag, der mich mithilfe eines Empfehlungsschreibens der unter der Schirmherrschaft meines Genossen Innensenators Ehrhart Körting stehenden IPA-Verbindungsstelle Berlin Nordost für die Schaltung einer Anzeige in einem “Malbuch - Kinder im Verkehr” gewinnen wollte, in Kontakt gekommen bin, und im Verlauf meiner Berichterstattung über den IV-Verlag Unterhaching unter anderem wegen dieses Beitrags über IPA, IV-Verlag, Politiker, Cold-Calling und vermutlich ziemlich lukrative Geschäfte mit ziemlich xxxxxxxxx Anzeigen sogar schon abgemahnt wurde, habe ich mich inzwischen mal international auf Recherche zu Geschäftspraktiken von Polizeiverlagen begeben. Mein erster virtueller Ausflug zu Polizeiverlagen im Ausland beschäftigt sich mit einem Gedankenexperiment zu sogenannten Polizeiverlagen in der Alpenrepublik Österreich. […]